9. Duderstädter Sparkassen-Cup: SV Bilshausen schlägt bei Hallenfußballturnier von Germania Breitenberg Ligakonkurrenten SG Bergdörfer im Finale mit 6:4

Der SV Blau-Weiß Bilshausen hat am Sonnabend bei der neunten Auflage des Duderstädter Sparkassen-Cups seinen Pokal verteidigt. Die Bilshäuser besiegten beim Hallenfußballturnier in der Halle „Auf der Klappe“ im Endspiel den Bezirksligakonkurrenten SG Bergdörfer mit 6:4.

Eigentlich war bis dato Youngster Noah Brämer von der SG Bergdörfer der überragende Akteur des Sparkassen-Cups gewesen – der Neuzugang wurde später auch als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Doch den entscheidenden Schlag versetzte dem Gegner im Duell zweier Turnierfavoriten der Bilshäuser Kevin Wodarsch, und das in unnachahmlicher Art und Weise: Wodarsch trat auf den Ball, zuckte nach rechts, schlug einen Haken nach links, legte sich den Ball auf den anderen Fuß, trat wieder drauf, täuschte erneut und vollendete dann kurz vor Schluss mit der Picke hinein ins Vergnügen zum Endstand von 6:4 – ein Tor der Marke Dribbelkönigs Bester.

„Ich habe auf die richtige Mitte gewartet, aber wenn der nicht reingeht, bin ich der Arsch“, sagte Wodarsch später. Der Treffer war die Krönung eines abwechslungs- und temporeichen, gutklassigen Endspiels. Die SG Bergdörfer war im Duell der beiden dominierenden Mannschaften durch ein sehenswertes Tor von Christoph Eckermann im Liegen am Gegner vorbei mit links an den rechten Innenpfosten in Führung gegangen. Philipp Kühn glich per Abstauber aus.

Mit dem 2:1 durch Hans Scholle, der in der Mitte richtig stand, drehte Bilshausen das Spiel, aber Elias Brämer erzielte postwendend das 2:2 per Volleytreffer. Die erneute Führung für Blau-Weiß besorgte der „fliegende“ Bilshäuser Torhüter Xavier Rosenthal, Wodarsch dribbelte sich kurz darauf über links durch und traf zum 4:2. Den Treffer zum 5:2 und damit die Vorentscheidung markierte erneut Kühn.

Rosenthal machte es noch mal spannend, als er sich im Aufbau einen Fehler leistete, den Eckermann, der später für acht Treffer als bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet wurde, mit dem Tor zum 3:5 bestrafte. 1:09 Minuten vor dem Ende machte es Dominik Diedrich mit dem 4:5 noch mal spannend, ehe Wodarsch den Schlusspunkt setzte.

„Glückwunsch, Bilshausen war aggressiv und hat das clever gespielt“, sagte Eckermann. „Und Wodarsch ist ein Spieler, der aus solchen Situationen was rausholt.“ Robert Strüber vom SV Bilshausen hatte den Eindruck, dass die Gegner nicht so gut mit dem spielenden Torhüter der Bilshäuser klar kamen. Und vor allem: „Wir waren griffig und sind voll draufgegangen. Das hat sich ausgezahlt.“

Zum besten Torhüter des Turniers wurde Andreas Bartusch vom Kreisligisten TSV Landolfshausen/Seulingen II gekürt. Der Vorjahresfinalist unterlag trotz guter kämpferischer Leistung im Halbfinale der SG Bergdörfer mit 1:3, setzte sich aber im Neunmeterschießen um Platz drei gegen den Bezirksligisten VfR Dostluk Osterode mit 2:1 durch. In der Gruppenphase hatten sich weder Bilshausen noch Bergdörfer eine Blöße gegeben und mit der Maximalpunktzahl von fünf Zählern ihre jeweilige Fünfer-Gruppe für sich entschieden.

Gastgeber Germania Breitenberg zeigte sich angesichts von 240 Zuschauern in der Halle „Auf der Klappe“ zufrieden mit der Resonanz. Der Meldungsrücklauf war in diesem Jahr allerdings schwach, sodass nur ein Turniertag gespielt wurde. Das soll sich im nächsten Jahr aber wieder ändern: „Wir werden alles daran setzen, eine Vorrunde mit einem Zehnerfeld zu spielen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Daniel Conrady.

Mehr als ein Ersatz war diesmal ein B-Juniorinnenturnier, das am Freitag mit dem Sieg des TSV Nesselröden zu Ende ging und bei dem das 25-jährige Jubiläum der Frauen-Sparta von Germania gefeiert wurde. Der zweite Platz ging an den Gastgeber, der in der Herren-Konkurrenz wiederum leer ausging. Bilshausen siegte in Duderstadt mit schweren Beinen, weil das Team bereits am Freitag in der Vorrunde in Göttingen am Start gewesen war. Am Sonntag ging es mit der Göttinger Endrunde weiter, am Montag steht der eigene Jacobi-Cup an. Strüber und Rosenthal sind an allen vier Tagen dabei – da wird die Eistonne herbeigesehnt.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 30.12.2019. Bericht Eduard Warda Foto Ambs.