Ende Februar beginnt die Krötenwanderung

Zum Schutz der Amphibien, die zu ihren Laichgewässern ziehen, werden von ehrenamtlich Helfenden ab Ende Februar sogenannte Krötenzäune aufgestellt. Diese werden an besonders stark bewanderten Straßen aufgebaut, um Kröten und andere Amphibien auf ihrer Wanderung zu den Laichgewässern zu schützen. Für den Aufbau und die Betreuung der Krötenzäune wer- den von Naturschutzgruppen Freiwillige gesucht. Informationen für Naturfreundinnen und -freunde, welche die diesjährigen Maßnahmen zum Amphibienschutz unterstützen wollen, gibt es bei der unteren Naturschutzbehörde, erreichbar per Telefon 0551 525-2432 oder per E-Mail naturschutz@landkreisgoettingen.de.

Bei den Zäunen handelt sich meist um ca. 50 cm hohe, undurchsichtige Kunststofffolien, die parallel zur Straße aufgebaut werden. Auf der Anwanderungsseite sind in regelmäßigen Abständen Sammeleimer ebenerdig eingegraben. Der Krötenzaun wird von den wandernden Amphibien als Wanderhindernis wahrgenommen. Beim Versuch das vermeintliche Hindernis zu umgehen, fallen die Amphibien in die Sammelbehälter. Sie werden gezählt und auf der gegenüberliegenden Straßenseite wieder ausgesetzt. Zur Betreuung eines Krötenzauns ist mindestens einmal täglich eine Kontrolle mit Leerung der Fangeimer notwendig. In Zeiten starker Wanderaktivität können sogar mehrmalige Leerungen notwendig sein.

Hintergrund:

Sobald die Temperaturen über 5° C steigen, setzt bei ausreichend feuchtem Wetter die Wanderung von Erdkröten, Grasfröschen, Molchen und anderen Amphibien ein. Die Hauptwanderzeit erstreckt sich von 19:00 bis 24:00 Uhr. Die Überquerung von Straßen endet für die Tiere dabei häufig tödlich, da Amphibien etwa fünf Minuten zur Querung benötigen. Werden sie vom Scheinwerferlicht angestrahlt, nehmen sie zudem eine Schreckstellung ein. Eine Vielzahl von Tieren wird so überfahren.

 

Quelle: Landkreis Göttingen