IEK-Fortschreibung mit angepasster Kosten- und Finanzierungsübersicht / Detailplanung wird ausgeschrieben

„Als wir vor etwa fünf Wochen mit dem Planer zusammensaßen, dachten wir, die Umsetzung könnte beginnen“, sagt Bilshausens Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis (CDU). Allerdings habe der örtliche Arbeitskreis aus Ratsmitgliedern und Vertretern der katholischen Kirchengemeinde erfahren, dass jetzt zunächst die Detailplanung für das Projekt „Platz der Generationen“ ausgeschrieben werden muss.

Christina Kutzborski, Fachbereichsleiterin Bauen der Samtgemeinde, erklärt, warum die Umgestaltung des Kirchplatzes in Bilshausen vorerst noch auf sich warten lässt: „Die vom beauftragten Planungsbüro entworfene Vorplanung wurde mit dem Arbeitskreis besprochen und es wurden gewisse Rahmenbedingungen festgelegt.“ Das bilde nun die Basis für die im Vergaberecht erforderliche Ausschreibung weiterer Planungsleistungen. Der erforderliche Wettbewerb vor Vergabe der weiteren Planungsleistungen ab Leistungsphase 3 werde Kutzborski zufolge momentan durchgeführt.

Die Vorplanung durch ein Planungsbüro habe unter anderem dazu gedient, die Ideen der örtlichen Akteure auf Machbarkeit zu überprüfen, erklärt Kutzborski. Beim Treffen von Arbeitskreis, Planer und Verwaltung im Sommer habe man sich im offenen und konstruktiven Gespräch über die Gestaltungsziele ausgetauscht.

Matthias Diederich (CDU), stellvertretender Bürgermeister in Bilshausen und Leiter des Arbeitskreises zur Planung des Kirchumfeldes im Rahmen des IEK-Projekts „Kleine Städte und Gemeinden“, berichtet von der Diskussion über den Vorschlag des Planungsbüros. Sehr positiv sei die Einteilung des Planungsgebiets in drei Bereiche beurteilt worden. Dabei handle es sich Diederich zufolge um den Platz der Generationen mit der Fläche zwischen Pfarrheim und Ritterstraße, den Platz der Kontemplation vor dem Ehrenmal zum Gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt und den Platz der Begegnung vor der Kirche.

„Nach guten Gesprächen wurden weiter Wünsche der Kommissionsmitglieder vom Planungsbüro aufgenommen und im August in einen neuen Plan eingearbeitet“, sagt Diederich. Kreis nennt Beispiele, die die Neugestaltung des Kirchumfelds auf Wunsch des Arbeitskreises umfassen sollen. So soll der Hinweis des Planers auf die Barrierefreiheit berücksichtigt werden und ein neuer Platz für die Schaukästen gefunden werden.

Wasserlauf und Fitnessgeräte

Außerdem soll beim künftigen Platz der Generationen das vorhandene Wasserbecken durch einen Wasserlauf mit Pumpe ersetzt werden und Kindern Spielmöglichkeiten bieten. Für die ältere Generation wünschen sich die Bilshäuser zwischen Ritterstraße und Pfarrzentrum eine kleine Boule-Anlage und ein bis zwei Fitnessgeräte für Senioren. Die Vorplanung sah zunächst vier bis fünf solcher Geräte vor, so Kreis, was aber vom Arbeitskreis nicht gewünscht werde. Als positiv bezeichnet die Bürgermeisterin die Überlegungen des Planers, den Bereich am Ehrenmal als Ruhebereich aufzuwerten und Ruhebänke aufzustellen. Verzichtet werden soll indes auf einen Umbau des Ehrenmals.

„Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Bilshausen wird in seiner nächsten Sitzung über die Vergabe der weiteren Planungsleistungen entscheiden“, schildert Kutzborski das weitere Vorgehen. Erst dann seien Aussagen über den weiteren Zeitplan möglich.

Während der bevorstehenden Sitzung des Gemeinderates Bilshausen am Donnerstag, 17. September, ab 19.45 Uhr im Pfarrheim, Pfarrstraße 2, soll das Gremium der Fortschreibung des Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) und der aktualisierten Kosten- und Finanzierungsübersicht zustimmen. Darin enthalten sind Mehrkosten für das Bilshäuser Projekt in Höhe von rund 100 000 Euro. Der Beschluss sei unabhängig vom Fortschritt des Bilshäuser Projekts, erklärt Kutzborski.

Die Fortschreibung des IEK basiere vielmehr „auf der Neustrukturierung der Städtebauförderung, wonach Maßnahmen des Klimaschutzes und/oder Anpassung an den Klimawandel Berücksichtigung finden müssen. Diesen Beschluss müssen neben der Samtgemeinde Gieboldehausen als Netzwerkkommune alle Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde fassen.“

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 16.09.2020. Bericht und Foto Britta Eichner-Ramm.