Neuer Spielplatz und Straßensanierungen sind in den nächsten Jahren geplant

Finanzausschuss und Gemeinderat Bilshausen haben am Donnerstagabend den Haushaltsplan für 2020 abgesegnet. Als Investitionen stehen in den nächsten Jahren Ausgaben für Spielplätze und Straßensanierungen an.

In den Sitzungen wurde auch der Haushaltsplan für das Jahr 2020 beschlossen. Darin stehen als mittelfristige Entwicklungsziele das Vorhalten einer modernen Infrastruktur, um ein attraktives Leben und Wohnen in der Gemeinde zu gewährleisten. Dazu sollen Erholungsgebiete geschaffen und erhalten sowie der ländliche Raum und Ortskerne belebt werden. Davon werde auch die Radfahrqualität profitieren.

Zudem sollten die Bürger im Mittelpunkt der Arbeit stehen, heißt es im neuen Haushaltsplan. Für alle Generationen sollten altersentsprechende Angebote vorgehalten, angeboten und weiterentwickelt werden. Damit werde auf eine vielseitige, freizeitpädagogische Infrastruktur sowie die Förderung körperlicher, geistiger und sozialer Entwicklung hingearbeitet.

Straßenbaumaßnahmen stehen auf der Liste

In den Haushalt sollen auch Gelder für den Ausbau der Gartenstraße (Ansatz 2021) und Friedenstraße (2022) eingestellt werden. Für die Sanierung der Gartenstraße seien 100 000 Euro im Haushalt für 2021 veranschlagt, teilt Gieboldehausens Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold mit. „Das ist die Straße, die nach dem Bauchgefühl als Erstes angegangen werden muss.“ Die Straße sei ein „Flickenteppich“, ob eine Kanalbearbeitung ebenfalls gemacht werden müsse, solle noch ein Gutachten klären.

„Wir wollen uns ein Konzept überlegen, welche Straßen als Nächstes saniert werden müssen“, führt der Samtgemeindebürgermeister aus. Die fünf wichtigsten wolle die Gemeinde festlegen, um in den kommenden Jahren Sanierungsarbeiten ausführen zu können. Ebenfalls weit oben auf dieser Liste dürfte sich die Friedenstraße wiederfinden. Für deren Sanierung sollen in den Haushalt 2022 genau wie für die Gartenstraße 100 000 Euro eingestellt werden.

Auch die Erschließung des zweiten Bauabschnitts des Neubaugebietes „Höherbergblick“ wird in die Liste der investiven Maßnahmen aufgenommen. Für 2021 sind 200 000 Euro eingeplant, um die Baustraße weiterzuführen und Kanalleitungen zu verlegen. Somit könne die Erschließung des Baugebiets vorangetrieben werden, meint Ahrenhold. Die Grundstücke seien sehr gefragt, sagt er, und beinahe schon alle verkauft.

Traktortausch und Kirchenumfeld

Ebenfalls auf der Tagesordnung: die Neugestaltung des Kirchenumfeldes. Dort solle ein Mehrgenerationenplatz entstehen, anstelle des nicht mehr funktionierenden Brunnens soll ein Wasserlauf angelegt werden. Zudem seien ein kleines Amphitheater, Boulebahn und Kräuterspirale geplant. Dafür werden im Haushalt 100 000 Euro vorgesehen, von denen zwei Drittel aus Städtebaufördermitteln kommen. Auch die Spielplätze innerhalb der Gemeinde benötigen Geld: So soll zum einen ein neuer Spielplatz, der bereits im Bebauungsplan des Gebiets „An der Reeke“ enthalten war, gebaut werden. „Dort entstehen mehr und mehr Häuser, also muss auch ein Spielplatz her“, argumentiert Ahrenhold. 20 000 Euro sind für die Maßnahme veranschlagt, 5000 Euro kommen noch aus überschüssigen Vorjahresmitteln hinzu. Zudem beschloss der Gemeinderat, in den nächsten Jahren jeweils 5000 Euro für Spielplätze in den Haushalt einzustellen.

Außerdem soll noch in diesem Jahr der Traktor der Kommune ausgetauscht werden. „Er hat für unsere Belange zu wenig Leistung“, sagt Ahrenhold. 20 000 Euro Verkaufswert seien gewünscht, das neue Arbeitsvehikel kostet 38 100 Euro.

 

Gemeinderat bestätigt Haushalt 2017

Der Bilshäuser Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend den Jahresabschluss für 2017 beschlossen. Der Ergebnishaushalt schloss mit einem ordentlichen Ergebnis in Höhe von 410425,99 Euro, einem außerordentlichen Ergebnis in Höhe von -578,91 Euro und damit einem Jahresergebnis von 409 847,08 Euro ab. Der Überschuss wird der Rücklage zugeführt, hieß es. Das Rechnungsprüfungsamt hatte den Jahresabschluss geprüft und in seinem Bericht keine Bedenken geäußert. Die Finanzrechnung endete mit einem Zahlungsmittelbestand in Höhe von 294093,74 Euro, die Bilanzsumme betrug 4 364 546,94 Euro, also knapp 4,36 Millionen Euro. Die Aufstellung über die gebildeten Ermächtigungsübertragungen ins Jahr 2020 wurde beschlossen. Somit wurden der Bürgermeisterin und dem Gemeindedirektor die vorbehaltlose Entlastung erteilt. be

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 29.02.2020. Bericht Tobias Christ. Foto Eichner-Ramm.