Geselligkeit und Treffsicherheit beim Schützenverein Wollbrandshausen / Drei Vereine und ein neuer Veranstaltungsort beim Winterball in Bilshausen

Zwei Bälle haben am Sonnabend in Wollbrandshausen und in Bilshausen für Unterhaltung gesorgt. Mancher nutzte dabei die Gelegenheit, zu Live-Musik zu tanzen. In Wollbrandshausen hat der Schützenverein im Rahmen seines Vereinsballs in der Mehrzweckhalle, die Mitglieder für ihre Treffsicherheit bei den Wettbewerben auszuzeichnen. Und in Bilshausen haben die Organisatoren des traditionellen Winterballs erstmals an neuem Ort gefeiert und Mitglieder für ihre Treue geehrt.

Premiere auf dem Saal des Gasthauses Zur Linde (Venjakob) in Bilshausen – hier fanden die Organisatoren des Winterballs Unterschlupf, nachdem Elfriede Hartmann ihre Gaststätte „Zum Löwen“ Ende Oktober geschlossen hatte. Dort hatten die gastgebenden Vereine des Winterballs bislang die Veranstaltung ausgerichtet. Nun also feierten der Turnverein (TV) Deutsche Eiche Bilshausen, der Sportverein (SV) Blau-Weiß Bilshausen zusammen mit der Kolpingsfamilie gemeinsam in der Linde. Doch das tat der Stimmung am Sonnabendabend keinen Abbruch. Es wurde getanzt, und auch Ehrungen standen auf dem Programm

Vor einigen Jahren hätten sie sich erstmals zusammengetan, berichteten die Vorsitzenden von TV und SV, Jörg Fahlbusch und Matthias Jung, sowie Tobias Bürmann von der Kolpingsfamilie. „Ein Verein alleine bekommt einen Saal ja gar nicht mehr voll“, sagte Fahlbusch. Und Jung nannte einen weiteren Vorteil der Vereinskooperation in Sachen Winterball: „Wir können uns die Kosten teilen.“

„Alles top“, lautete denn auch Fahlbuschs Eindruck am noch jungen Ballabend. Musikalisch sorgte die Band Power Voices aus Leinefelde in kleiner Besetzung für die passende Umrahmung, und die Tanzfläche auf dem Saal bei Venjakob war im Laufe des Abends immer wieder gut gefüllt. „Wir halten an der Tradition fest“, sagte Fahlbusch, denn der Ball biete einen schönen Rahmen für die Ehrungen. Indes machen sich die Vereinsvorstände Gedanken, ob sie eventuell die Strategie ändern sollten, um vielleicht auch ein wenig mehr junge Besucher für die gemeinsame Feier zu gewinnen. „Vielleicht organisieren wir einmal anstelle des Winterballs etwas im Sommer“, meinte Jung. Doch zunächst einmal standen bei den beiden Sportvereinen Ehrungen auf dem Programm. Die Kolpingsfamilie ehrt ihre Jubilare zu einem anderen Zeitpunkt.

Der Name Rudolph steht beim Schützenverein Wollbrandshausen für Treffsicherheit. Bei den Ehrungen der Vereinsmeister im Rahmen des Balls am Sonnabend tauchte er in zehn von elf Kategorien auf.

Der Gesellige Schützenverein Wollbrandshausen hat im Rahmen seines Schützenballs am Sonnabend seinem Vereinsnamen alle Ehre gemacht. „Die Geselligkeit steht heute Abend im Vordergrund“, kündigte der Vorsitzende Daniel Kopp zur Begrüßung der Mitglieder des eigenen Vereins und der Gäste aus Gieboldehausen an. Mit Abordnungen hatten Schützen von St. Sebastian Gieboldehausen und der SG 54 Gieboldehausen sich nach Wollbrandshausen begeben, um mit den Gastgebern gemeinsam den Schützenball zu feiern. Mit den Geselligen Schützen des Ortes feierten an diesem Abend übrigens auch die Vertreter des „Gerichtshof Wollbrandshausen“, dem Fastnachtsverein aus Wollbrandshausen.

Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band Blue Birds aus Dingelstädt in der Besetzung Sri Haendly (Gesang), Elisabeth Scholz (Keyboards) und Bernd Adler (Gitarre). Zum Auftakt gab es Bonnie Tylers Hit „Lost in France“ und Helene Fischers „Das ist unsere Zeit“. Bis sich dann aber das erste Paar zu „Rose Garden“ von Lynn Anderson auf die Tanzfläche in der Mehrzweckhalle wagte, hörten die Schützen noch „Himbeereis zum Frühstück“ von Hoffmann & Hoffmann. Nach und nach füllte sich der Saal, und nach der ersten Musik- und Tanzrunde stand der einzige offizielle Programmpunkt an diesem Abend an.

Der Vorsitzende Kopp nahm die Ehrung der Vereinsmeister in den elf Wettbewerbskategorien vor. Schon am Nachmittag, so sagte Kopp, seien die Schüler gewürdigt worden. Offenbar kommt man in Sachen Treffsicherheit beim Schützenverein in Wollbrandshausen am Namen Rudolph nicht vorbei, wie sich im Verlauf der Ehrungen zeigen sollte. Und unter den Geehrten namens Rudolph stach Lisa Rudolph besonders hervor. Sie hatte in den Schießwettbewerben offenbar eine besonders ruhige Hand und ein gutes Auge, denn ihr Name tauchte gleich mehrfach bei den Ehrungen auf. Sie wurde in der Kategorie Luftgewehr-Auflage sitzend Vereinsmeisterin. Den gleichen Titel errang sie im Wettbewerb Luftgewehr-Auflage Damen. Des Weiteren belegte sie noch zweite Plätze beim Schießen um den Vereinsmeistertitel bei den Damen Kleinkaliber, um den Gemeindepokal und den St.-Sebastian-Pokal. „Nein“, übermäßig viel trainiere sie nicht, meint sie. Aber der Schießsport werde im Hause Rudolph groß geschrieben. Ihr Mann Heribert – an diesem Abend krank zu Hause – gewann den St.-Sebastian-Pokal Herren, ihr Sohn Oliver belegte in diesem Pokalwettbewerb Platz zwei.

 

Mehr über den Winterball in Bilshausen mit den Geehrten und Bildern unter gturl.de/winterball

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 04.02.2019. Bericht Britta Eichner-Ramm. Foto Pförtner.