„Wir bieten mehr als Licht an und aus“

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  • „Nix Amore am Lago Maggiore“: Szene mit Silvia Nitsche und Sebastian Kreis. foto: Hartwig

„Wir bieten mehr als Licht an und aus“

Laienspielgruppe bringt „Nix Amore am Lago Maggiore“ auf die Bühne

„Italien ist für deutsche Urlauber immer eine Reise wert“ sagen sich die Freundinnen Bärbel und Hilde, und haben am Lago Maggiore ihren Urlaub gebucht. So der grobe Inhalt eines Schauspiels, das von der Laienspielgruppe der Kolpingfamilie Bilshausen demnächst aufgeführt wird.

Das eigentliche Ziel der Reise: Ohne ihre Partner wollen die beiden Damen mal richtig einen drauf machen. Ob ihnen das gelingt und was während ihres Aufenthaltes am See passiert, können Liebhaber des Laienschaupsiels in dieser Komödie unter der Überschrift „Nix Amore am Lago Maggiore“ im Pfarrheim Bilshausen erleben.

Obwohl es die Laienspielgruppe innerhalb der Kolpingfamilie schon lange gibt, geriet ihr Fortbestehen kurzzeitig ins Wanken. „Dieses Jahr hatten wir eine besondere Situation“, erläutert Tobias Bürmann. Er ist Vorsitzender der Kolpingfamilie Bilshausen und selbst seit 20 Jahren Darsteller. „Nach 20 Jahren mussten wir den bisherigen Spielort wechseln, weil das Gasthaus Zum Löwen seinen Betrieb beendet und wir die Bühne verloren haben, die sehr gut für unser Laientheater geeignet war.“ Zwar verfüge Bilshausen über eine Sporthalle und eine weitere Gaststätte mit einem Saal, diese Orte seien aber nicht gut geeignet. Nun hat man eine neue Heimat gefunden: Der Saal im Pfarrheim Bilshausen, direkt über dem Probenraum.

Spielortwechsel nach 20 Jahren

Aber bevor hier Theater gespielt werden kann, seien Umbauarbeiten notwendig. Denn, um den Saal bespielbar zu machen, müsse man einiges hineinbauen, erklärt Karl-Friedrich Kreis, der die Spielleitung innehat. „Es muss eine Holzbühne errichtet werden und Gestänge für Vorhang, Technik und Beleuchtung kommt auch noch hinzu.“ Hier sei man aber gut aufgestellt, denn der eigene Anspruch habe sowohl Technik als auch Schauspiel über die vergangenen Jahre nicht aus den Augen gelassen.

„Wir bieten mehr als Licht an und aus“, ergänzt Bürmann selbstbewusst. Und man möchte den Darstellern die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln. Persönlich und in Sachen Schauspiel. Theaterpädagogische Angebote des „Theater für Niedersachsen“ werden hierbei wahrgenommen. Jetzt wird ab Mitte November zum ersten Mal der Saal im Pfarrheim zum Theatersaal umfunktioniert. Der Saal ist nicht so groß, wie man ihn aus Gaststätten kennt. Es fehlt die Bühne samt Freiraum dahinter. Und wo ist Platz für die Requisiten, Platz zum Umziehen? Es muss improvisiert werden. Und man muss sich arrangieren mit den Gruppen, die außerdem den Raum beanspruchen. „In der Gaststätte war es einfacher“, seufzen Kreis und Bürmann und sind dennoch froh, dass ihnen der Saal für ihr Schauspiel zur Verfügung gestellt wird.

„Nix Amore am Lago Maggiore“ wird von zehn Darstellern umgesetzt, die an rund 34 Abenden zweimal die Woche das Stück einstudieren. Nach einer Pause folgen dann ab März die Vorbereitungen auf die kommenden Aufführungen. Was folgt, wird nicht verraten. Entscheidungen für oder gegen ein Stück sind auch abhängig nicht nur von der Anzahl der bereitstehenden Darsteller. Auch Alter und Geschlecht spielen eine Rolle. Karl-Friedrich Kreis: „Wir müssen zusehen, dass alle beschäftigt sind, sonst geht das Interesse verloren.“

Premiere von „Nix Amore am Lago Maggiore“ ist am Freitag, 16. November. Es folgen weitere Aufführungen am 17. und 18. November sowie Freitag bis Sonntag, 23. bis 25. November, jeweils ab 20 Uhr im Pfarrheim Bilshausen, Kirchstraße 17. Karten sind im Vorverkauf an der Abendkasse und ab dem 29. Oktober im Edeka-Markt Dietrich, Bilshausen, erhältlich.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 23.10.2018. Bericht und Foto Markus Hartwig.

Freitag, 26. Oktober 2018|