Wie wird grüner Strom aus Wind erzeugt? Antworten soll das Windparkfest der Energieparkentwickler Umweltgerechte Kraftanlagen (UKA) am Höherberg in Gieboldehausen am 2. August geben.

Seinen ersten niedersächsischen Windpark hat der Energiesparentwickler Umweltgerechte Kraftanlagen (UKA) auf dem Höherbergbei Gieboldehausen ans Netz gebracht. Wie der grüne Strom erzeugt wird, kann am Freitag, 2. August, ab 14 Uhr, auf einem Windparkfest herausgefunden werden. „Es soll ein Fest für die Bevölkerung werden und alle aus der Region ansprechen, sich über die Windenergieanlage zu informieren“, sagt Lisa Fritsche, Pressesprecherin der UKA. Mitarbeiter der UKA geben Einblicke in das Innere eines Windrads. „Dabei kann alles gefragt und den Mitarbeitern bei der Praxis zugesehen werden“, betont Fritsche.

Mit einer Gesamtleistung von 28,5 Megawatt tragen die zwischen 2016 und 2019 errichteten acht Windenergieanlagen dem Unternehmen zufolge dazu bei, den Landkreis Göttingen und die Region Südniedersachsen mit grünem Strom zu versorgen. „Die letzte Anlage ist Anfang dieses Jahres in Betrieb genommen worden“, informiert die Sprecherin.

Auch Angebote für Kinder

Das Windparkfest biete eine einzigartige Gelegenheit, sich über die Funktionsweise der einzelnen Windräder zu informieren. „Es ist relativ selten, dass sich die Möglichkeit bietet, einen Windpark aus der Nähe zu sehen“, so Fritsche. Geboten werde unter anderem ein Hebekran mit Aussichtsplattform und Live-Flüge über den Windpark per Kameradrohne. Die Aufnahmen der Drohne können über Monitor-Brillen verfolgt werden. Für die kleinen Gäste soll es eine Hüpfburg, Musik und eine Bastelwerkstatt geben. Für Essen vom Grill und Getränke ist ebenfalls gesorgt.

Kein dauerhaftes Blinken mehr

Aktuell werden Windräder in Deutschland aus Gründen der Flugsicherheit dauerhaft beleuchtet. In Zusammenarbeit mit dem Partnerunternehmen „QuantecSensors“ gehört die Beleuchtung bald der Vergangenheit an. Durch die sogenannte bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung blinken die roten Lampen der Windenergieanlagen künftig nur noch dann, wenn sich ein Flugzeug oder Hubschrauber in der Nähe befindet. „Für die nahe dem Windparkwohnenden Bewohner wird es nachts viel angenehmer sein, wenn die Lichter nicht mehr dauerhaft blinken“, schätzt Fritsche ein. Auch auf die Tierwelt übe die Lichtminimierung einen positiven Einfluss aus.Weitere Informationen gibt es auf der Website: https://www.windenergie-gieboldehausen.de/. Der Windpark liegt zwischen Gieboldehausen und Bodensee. Für alle Gäste stehen nach Angaben von Fritsche zwei ausgeschilderte Parkplätze zur Verfügung. Von den Parkplätzen zum Festgelände sind es rund 500 Meter Fußweg, für den auch ein kostenloser Shuttle-Service eingerichtet ist.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 25.07.2019. Bericht Lisa Hausmann.