Kirchengemeinden im Eichsfeld suchen Alternativen zum Laternenumzug

Für viele Kinder ist er alljährlich ein besonderes Erlebnis: Der Laternenumzug an St. Martin. Angesichts der aktuellen Corona-Lage steht jedoch hinter den St.-Martins-Umzügen in Stadt und Landkreis Göttingen ein großes Fragezeichen. Viele Umzüge wurden abgesagt – manche ersatzlos, andere durch Aktionen in kleinerem Rahmen ersetzt.

Wie ist der Stand der Planungen für den Martinsumzug in den verschiedenen Gemeinden? Das Tageblatt gibt die Übersicht – in Anbetracht der Corona-Entwicklungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit und unter Vorbehalt. Über viele Planungen werde wohl erst kurzfristig entschieden, lautet der Tenor aus den Kirchengemeinden.

Eine ökumenische Alternative im kleinen Rahmen soll es nach Informationen von Johannes Broermann, Sprecher der Dekanate Untereichsfeld und Göttingen, in Duderstadt geben. Am Dienstag, 10. November, lädt die Pfarrgemeinde Grundschulkinder mit ihren Familien in die Basilika zur Martinsandacht um 17 Uhr ein. Für die Einhaltung der Hygieneregeln ist eine Anmeldung bei Gemeindereferentin Verena Nöhren, Telefon 05527/84 74 15 nötig. Nach der Andacht sollen die Kinder mit Familie und Laternen nach Hause gehen und auf dem Heimweg eine Kerze aus der Kirche einem kranken, alten oder einsamen Menschen geben.

In Nesselröden lädt der Kirchengemeinderat St. Georg zum „Abendspaziergang mit Laterne“ ein. Zwischen 17 und 19 Uhr sollen Familien einzeln durch den Ort spazieren und Nesselröden erleuchten lassen.

Ebenfalls zum Spaziergang lädt das Laternenfest-Team in Fuhrbach ein. Hier sollen die Menschen vom 1. bis 11. November ihre Fenster ab Einbruch der Dunkelheit mit Laternen schmücken, damit Familien ihren Ort am Abend leuchtend erleben können.

In Seulingen sind alle Kinder eingeladen, mit ihrer Familie und Laternen durch den Ort zu laufen. An der Kirche St. Johannes der Täufer hängen vom 7. bis 14. November QR-Codes, die auf die Martinsgeschichte und Martinslieder verweisen. Es wird außerdem angeregt, an der Aktion „Laternenfenster“ teilzunehmen.

Die Pfarrgemeinde in Gieboldehausenbietet am Mittwoch, 11. November, eine Martinsandacht an. Sie wird um 17 Uhr mit Kindern und Eltern je nach Anmeldezahl in oder vor der Kirche gefeiert. Eine Anmeldung beim Pfarrbüro unter der Telefonnummer 05528/92 360 ist nötig.

Das Familienzentrum Gieboldehausen organisiert in den Kindergärten der Samtgemeinde Bastelaktionen. Die dabei gebauten Laternen sollen an die Helfer der Maskennähaktionen im Frühjahr, Altenheime und Senioren verteilt werden und vom 1. bis 15. November in die Fenster gestellt werden.

In Bodensee und Wolbrechtshausenkönnen sich am diesjährigen Martinstag Familien beim Rundgang durch den Ort mithilfe von QR-Codes, die an den Kirchen angebracht sind, über den Heiligen Martin informieren. Die Codes sollen vom 7. bis 15. November verfügbar sein.

Ebenfalls mit Stationen möchte die Pfarrgemeinde Bilshausen arbeiten: Am Freitag, 13. November, sollen im Ort Stationen aufgebaut werden, die kleine Gruppen mit maximal zehn Personen aus zwei Haushalten besuchen können. Nähere Informationen sollen kurzfristig mit Plakaten bekanntgegeben werden.

An der Martinsandacht hält unter Vorbehalt die Pfarrgemeinde in Wollershausen fest. Sie soll am Montag, 9. November, um 17 Uhr in der Kirche St. Marien stattfinden.

An der bundesweit beachteten Aktion „Laternenfenster“ beteiligt sich Krebeck. Vom 1. bis 11. November sollen Fenster mit Laternen und Lichterketten geschmückt werden, damit Spaziergänger den erleuchteten Ort erkunden können.

Die Gemeinde St. Servatius in Duderstadtorganisiert ihre Andacht nach Angaben von Mareike Spillner, Sprecherin des Kirchenkreises Harzer Land, gemeinsam mit St. Cyriakus. Es gelten die Angaben der katholischen Kirche (siehe vorn).

Der eigentlich für Montag, 2. November, geplante Laternenlauf der Gustav-Adolf-Kirche in Gieboldehausen fällt nach Informationen von Mareike Spillner, Sprecherin des Kirchenkreises Harzer Land, aus. Die Absage erfolgt wegen der neuen Corona-Regeln, die ab diesem Tag gelten.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 03.11.2020. Bericht Tammo Kohlwes
und Kuno Mahnkopf.