Zahl der Eheschließungen und der Scheidungen im Jahr 2019 rückläufig

Das Schloss ist in Gieboldehausen für die meisten Paare der bevorzugte Ort, um sich das Ja-Wort zu geben. Bis auf wenige Ausnahmen – nämlich gerade einmal drei Paare – heirateten im vergangenen Jahr alle im Schloss. Das berichtet Fachbereichsleiter Ansgar Papke.

In der Samtgemeinde Gieboldehausen ließen sich im vergangenen Jahr 85 Paare trauen. Das waren acht Eheschließungen weniger als 2018, als sich 93 Paare das Ja-Wort gaben. Das geht aus der Statistik des Standesamtes hervor. Von den Brautpaaren, die 2019 in Gieboldehausen getraut wurden, kamen 33 nicht aus der Samtgemeinde. Ein Jahr zuvor wählten 42 auswärtige Paare den Flecken für ihren besonderen Tag.

Der Flecken Gieboldehausen liegt bei der Zahl der Eheschließungen mit 18 im Vergleich der Mitgliedsgemeinden klar an der Spitze – ebenso im Jahr 2018, als 16 Paare vor den Standesbeamten traten. Rang zwei der Trauungen belegt 2019 Bilshausen mit neun Paaren (Vorjahr acht), gefolgt von Rollshausen/Germershausen mit sechs Paaren (Vorjahr fünf). Aus Rüdershausen stammen fünf Brautpaare (Vorjahr ein Paar), die 2019 geheiratet haben. Im vergangenen Jahr trauten sich jeweils drei Paare aus Bodensee (Vorjahr drei), Krebeck/Renshausen (Vorjahr sechs) und Rhumspringe/Lütgenhausen (Vorjahr sechs). Aus Obernfeld schlossen zwei Paare 2019 den Bund fürs Leben (Vorjahr drei), ebenfalls zwei Paare waren es in Wollbrandshausen (Vorjahr zwei). Schlusslicht ist Wollershausen mit einem Paar (Vorjahr ebenfalls ein Paar).

„Wenn ich heirate, dann soll das etwas ganz Besonderes sein“ – dies hören die Mitarbeiter der Verwaltung in Gieboldehausen immer wieder. Ein solcher besonderer Ort ist das Standesamt im Schloss, das mit seinem festlichen Ambiente im historischen Gebäude „den idealen Rahmen für die Traumhochzeit“ biete. Die Samtgemeinde wirbt bei Paaren mit den Vorzügen. Nicht nur das Schloss, sondern auch der angrenzende Schlosspark mit Brunnen, Teich und altem Baumbestand bildeten „nach der stilvollen Trauungszeremonie einen wunderschönen Rahmen für Sektempfang und Erinnerungsfotos“. 2019 haben demnach 82 Brautpaare im Schloss Gieboldehausen geheiratet. Ein Jahr zuvor waren es 88 Paare.

Paare, die sich im Schloss Gieboldehausen das Ja-Wort geben und die Räumlichkeiten nutzen möchten, müssen dafür allerdings tiefer in die Tasche greifen. Grund sind eine Erhöhung der Nutzungsgebühren und eine zeitliche Begrenzung. Seit 2015 waren für Trauungen im Schloss 65 Euro fällig, jetzt sind es 100 Euro für eine „übliche Trauung mit einem Zeitumfang von etwa einer Stunde inklusive Sektempfang“. Dauert das Ganze beispielsweise aufgrund eines Caterings länger, müssen 130 Euro für zwei Stunden bezahlt werden. Die Erhöhung sei „lange überfällig“ gewesen, hatte Maria Bock, Bürgermeisterin des Fleckens Gieboldehausen bei den Beratungen in den Gremien gesagt.

Die Statistik 2019 des Standesamtes belegt einen leicht rückläufigen Trend bei der Zahl der Eheschließungen 2019 gegenüber 2018. Rückläufig ist auch die Zahl der Scheidungen, wie Papke aufführt. Danach trennten sich laut Datenmaterial des Standesamtes Gieboldehausen 27 Paare im Jahr 2019. Im Jahr zuvor ließen sich 31 Paare scheiden.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 04.01.2020. Bericht Britta Eichner-Ramm.