Viele Flyer und wenige Familien

Startseite/Aktuelles/Viele Flyer und wenige Familien
  • Stöbern, spielen, malen und lesen konnten die Kinder im Pfarrheim.foto: Mahnkopf

Viele Flyer und wenige Familien

Erster „Baby-Willkommenstreff“ im Bilshäuser Pfarrheim leidet unter Frühlingswetter

Geburtsstationen und Hebammen im ländlichen Raum stehen unter Druck, in den Dörfern boomt die „Willkommenskultur“ für junge Familien – von Fuhrbach bis Bilshausen. Der erste Bilshäuser „Baby-Willkommenstreff“ am Sonnabend litt allerdings unter dem sonnigen Frühlingswetter.

Viele Flyer, wenige Familien, kaum Besucher zum Auftakt. Mehr Resonanz erhofft hatte sich das Team des Runden Familientisches. Die mehr als 40 Bilshäuser Eltern mit Kindern im Alter von ein bis drei Jahren waren schriftlich eingeladen, organisatorisch war ein hoher Aufwand betrieben worden. Immerhin ließen sich im Lauf des Nachmittags nach Angaben von Birgit Hundeshagen noch rund 15 Familien blicken: „Das nächste Mal beginnen wir später – auch wegen der Mittagsruhe der Kinder.“

Im Vordergrund des Willkommenstreffs im Pfarrheim, der eher einer Info-Börse glich, standen Freizeitangebote und frühzeitige Hilfen für junge Familien. Logopädin Anja Klingspohn und Fotografin Marion Hillebrecht waren ebenso mit Ständen vertreten wie der Bilshäuser Fabuloso-Verlag, die Familienbildungsstätte Untereichsfeld und Erzieherinnen der St.-Bernardus-Kindertagesstätte. Ann-Christin Jäger vom Familientisch-Team, die ihren sieben Monate alten Sohn Lionel mitgebracht hatte, will wieder eine Krabbelgruppe ins Leben rufen: „In Bilshausen gab es immer mehrere Krabbelgruppen, das ist aber vor wenigen Jahren eingeschlafen.“

Die Tagespflege des Landkreises stellten Brigitte Nain und Ute Strüber, die auch Eltern-Kind-Turnen in Bilshausen anbietet, vor – und warben um Nachwuchs. „Es mangelt an Tagesmüttern“, sagte Strüber. Trostpflaster und Stifte gab es am Stand des Mutter-Kind-Hilfswerks, Bücher zum Stöbern in der Gemeindebücherei, in deren Fenstern mit „Mord im Ort“ und einem Olchi („krötig gut“) fürs Lesen geworben wird. „Kinder- und Jugendbücher machen mehr als die Hälfte des Bestandes aus und werden viel ausgeliehen“, sagt Christine Reuse vom Bücherei-Team.

Pläne der Baulücken und Bilshäuser Neubaugebiete hatte Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis (CDU) ausgehängt. Im demografischen Wettstreit um junge Familien kann Bilshausen mit Baugrundstücken am Höherbergblick punkten.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 13.03.2017. Bericht und Foto Kuno Mahnkopf.

2017-03-13T12:29:42+00:00 Donnerstag, 16. März2017|0 Kommentare