Vertriebsstärkung für den Ziegel-Verkauf

//Vertriebsstärkung für den Ziegel-Verkauf
  • Luftbild des Werksgeländes der Jacobi Tonwerke in Bilshausen

Vertriebsstärkung für den Ziegel-Verkauf

Jacobi Tonwerke expandieren in Bilshausen und Dänemark

Die Kurzarbeit vom Winter ist beendet – bei der Jacobi Tonwerke GmbH in Bilshausen wird wieder mit Vollauslastung produziert. Nach leichten Rückgängen im Geschäftsjahr 2015 rechnet der Ziegelhersteller für 2016 wieder mit einem Wachstum. Dafür wurden die Vertriebsaktivitäten gestärkt.

In Dänemark erfolgte nach der Mehrheitsbeteiligung an der Vertriebsgesellschaft „Brik+ Brik“ im dänischen Esbjerg zum 1. Januar 2016 die vollständige Übernahme. „Dänemark ist unser wichtigster Exportmarkt“, sagt Geschäftsführer Klaus Jacobi. Durch die Übernahme soll das dort ohnehin schon hohe Niveau des Jacobi-Marktanteils weiter ausgebaut werden. Auch in Deutschland werden die Vertriebsaktivitäten gestärkt: Vier neue Außendienstmitarbeiter wurden eingestellt und die betreuten Bezirke verkleinert. Die neuen Außendienstler kümmern sich um Köln-Düsseldorf sowie Teile der Oberpfalz, Mittelhessens und Baden-Württembergs. „Unsere 43 Außendienstmitarbeiter in Deutschland sind der Garant für den Unternehmenserfolg“, so Jacobi.

Mit zur guten Geschäftserwartung trägt die Resonanz auf der Branchenleitmesse Dach und Holz bei, wo die Jacobi-Firmengruppe mit rund 200 Quadratmetern Standfläche vertreten war. „Wir haben viele positive Gespräche geführt und nicht zuletzt hat der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerkes, Karl-Heinz Schneider, zum Ausdruck gebracht, dass das Dachdeckerhandwerk mit viel Optimismus in das Baujahr 2016 blickt.“

Auch vor Ort in Bilshausen wächst Jacobi. Dort wurde das Gelände der Schlosserei von Edmar Jung übernommen, der seinen Betrieb aus Altersgründen aufgibt. Derzeit ist Jung noch dabei, das Gelände zu räumen, doch nutzt Jacobi bereits die Halle als Lager. Später soll das Areal komplett saniert werden.

Die Auftragslage im Baubereich und damit auch bei Dachdeckern und Zimmerern, die Hauptzielgruppe von Jacobi, sei sehr gut. Man rechne mit einem starken Plus vom Wohnungsneubaumarkt, so Klaus Jacobi. Der bedeute für Jacobi allerdings auch ein gewisses Risiko – weil der Trend weiterhin zur modernen Architektur mit Flachdach gehe. Allerdings nehme auch die Zahl der Dachsanierungen im Altbaubereich zu: „Davon profitieren wir.“ Dämmauflagen machten jedoch eine Dachsanierung mittlerweile recht kostspielig.

Sorgen bereitet Jacobi derweil der absehbare Fachkräftemangel, der den vollen Auftragsbüchern gegenübersteht. Jacobi selbst habe noch keine Schwierigkeiten, seine Stellen zu besetzen, aber es lasse sich in den Gewerken, mit denen man zusammenarbeite, beobachten, dass die Zahl der Beschäftigten rückläufig ist – aus demografischen Gründen, aber auch, weil das Handwerk nicht mehr so attraktiv sei. „Da sind wir alle gefordert, auch die Zulieferindustrie, um die Berufsbilder wieder attraktiver zu machen.“

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 23.03.2016. Bericht: Sven Grünewald. Foto: Wiese.

2016-03-23T21:10:05+00:00 Freitag, 25. März 2016|