Treffpunkt für alle Generationen

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  • Stellvertretender Gemeindebürgermeister Matthias Diederich erläutert Pläne für die Umgestaltung: Der Brunnen vor der Bilshäuser Kirche soll zum Wasserspielplatz werden. Foto: Mischke

Treffpunkt für alle Generationen

Arbeitskreis entwickelt Konzept für Umgestaltung des Kirchplatzes in Bilshausen / Hoffnung auf Fördergelder

Der Kirchplatz in Bilshausen soll durch bauliche Veränderungen zu einem generationenübergreifenden Anziehungspunkt werden. Um das Vorhaben umsetzen zu können, hoffen politische Gemeinde und katholische Kirchengemeinde auf finanzielle Unterstützung aus dem Interkommunalen Entwicklungskonzept (IEK).

„Wir wollen, dass die Leute zusammenkommen und hier eine Konzentration schaffen“, beschreibt stellvertretender Gemeindebürgermeister Matthias Diederich (CDU) das Ziel des Projektes. Die Kosten für die Gestaltung des Dorfplatzes würden voraussichtlich im „mittleren fünfstelligen Bereich“ liegen.

Die Idee zu dem Vorhaben komme von der politischen Gemeinde. Mitglieder des Rates hätten ein Konzept entwickelt, dass auch die Zustimmung der örtlichen Kirchengemeinde gefunden habe. Daraufhin bildete sich ein Arbeitskreis mit acht Teilnehmern. Bei zwei Treffen arbeiteten sie erste Entwürfe aus. Als Grundlage dafür habe der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) Bilshausen, Georg Engelhardt, auf einem Plan den Ist-Zustand dokumentiert, erläutert Diederich.

„Der Platz soll für Jung und Alt geöffnet werden“, fasst der 55-Jährige ein Ergebnis der bisherigen Beratungen zusammen. Ein wichtiges Ziel sei, den Mitte der 70er-Jahre auf Initiative des HVV errichteten Brunnen zu einem Wasserspielplatz auszubauen.

Bewegungsgeräte für Senioren geplant

Hierzu sollen ein Durchbruch in der Betonumrandung geschaffen und Spielgeräte im Innenbereich der Anlage installiert werden. Der Brunnen sei seit vergangenem Jahr außer Betrieb, eine Sprudelröhre defekt, erläutert Diederich. Die Leitungen zu der Anlage würden „einigermaßen funktionieren“.

Auch für Senioren sollen Spielgeräte in den Dorfplatz integriert werden. Daran könnten sie „mit Armen oder Beinen arbeiten“, erklärt der stellvertretende Gemeindebürgermeister. In der Nähe der Wasserspielgeräte sollen Sitzmöbel zum Verweilen einladen. Auch das Aufstellen eines Pavillons gehöre zum Konzept. Angedacht sei zudem „eine Art Kräuterschnecke“, die beschildert werde. Dank der Überdachung des angrenzenden Pfarrheims gebe es auch einen Bereich in dem Areal, der bei schlechtem Wetter genutzt werden könne. Der Arbeitskreis überlege zudem, auch das „in die Jahre gekommene“ Gefallenen-Ehrenmal zu integrieren. Es sei in der Vergangenheit „etwas stiefmütterlich behandelt worden“.

Durch eine Neugestaltung des Umfeldes zum Beispiel durch Bepflanzungen und Sitzmöglichkeiten könnte der Bereich ansehnlicher gestaltet werden. Da im Rahmen des gesamten Vorhabens bauliche Veränderungen geplant seien, möchte sich die Gemeinde „auch einen Profi mit ins Boot holen“. Diederich denkt dabei an einen Landschaftsbauer oder -architekten, der entsprechende Tipps gebe. Den Antrag auf Unterstützung aus dem IEK wolle die Gemeinde Anfang kommenden Jahres stellen. Seitens der Samtgemeinde Gieboldehausen sei den Bilshäusern signalisiert worden, „dass sie Chancen hätten“, in das Förderprogramm aufgenommen zu werden.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 02.09.2017. Bericht Axel Artmann. Foto Mischke.

2017-09-02T12:11:49+00:00 Dienstag, 5. September 2017|