Südlink-Trasse führt durchs Eichsfeld

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Südlink-Trasse führt durchs Eichsfeld

Netzbetreiber legen Variante für Erdkabel-Stromleitung vor

Der Vorschlag für die Trasse der sogenannten Südlink-Trasse liegt vor. Die Firmen Tennet und Transnet-BW haben den Korridor, der auch durch das Eichsfeld läuft, gestern in Berlin vorgelegt.

Der Vorschlag der Netzbetreiber wird nun der Bundesnetzagentur vorgelegt, die dann das formelle Verfahren startet. Folgt sie dem Vorschlag, dann wird die komplett unter der Erde verlaufende Stromtrasse durch den östlichen Landkreis laufen. Eine weitere Variante, die parallel zu der 380-kv-Leitung im Westen der Stadt Göttingen verläuft, ist also zunächst vom Tisch. Die Trasse soll Strom von den Offshore-Windanlagen der Nordsee nach Baden-Württemberg transportieren. Seit Herbst gingen von Bürgern, Kommunen und Verbänden zu beiden Milliarden-Projekten mehr als 7000 Hinweise ein, die bei der Planung des Trassenverlaufs berücksichtigt worden sind. Wo exakt die Stromautobahn gebaut wird, wird erst 2020/21 feststehen. „Strom soll ab 2025 fließen“, teilt Tennet mit.

„Nach dem Vorschlag von Tennet soll der Korridor unter anderem von Katlenburg an Bilshausen, Gieboldehausen und Duderstadt vorbei nach Thüringen verlaufen“, so der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU). Da die Leitung komplett als Erdkabel verlegt werden soll, sei „eine faire Entschädigung für die Landwirte und Grundstückseigner wichtig“, so der CDU-Politiker. „Für die Bauphase wird es auf jeden Fall eine auskömmliche Ausfallentschädigung geben. Darüber hinaus bedürfe es einer dauerhaften Anschlussentschädigung. Die Bundesnetzagentur muss nun die Unterlagen prüfen und beteiligt Träger öffentlicher Belange, Umweltverbände und Landesbehörden sowie die Bürger. Am Ende legt die Behörde den endgültigen Trassenkorridor fest.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 08.03.2017. Bericht bib.

2017-03-09T12:07:01+00:00 Samstag, 11. März 2017|