Stromtrasse in Samtgemeinde möglich

//Stromtrasse in Samtgemeinde möglich

Stromtrasse in Samtgemeinde möglich

Nach Neuplanung werden Kommunen über Korridorvorschläge für Erdkabel informiert

Das Gebiet der Samtgemeinde Gieboldehausen kommt nun doch für eine mögliche Erdkabel-Stromtrasse in Frage. Über die Vorhaben der Netzbetreiber Tennet und TransnetBW informiert das Planungsbüro am 27. September in Hildesheim Vertreter der Samtgemeinde und weiterer Kommunen.

„Im vergangenen Jahr hieß es noch, unser Bereich werde nicht tangiert“, sagt Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU). Inzwischen hat aber der Bund den Netzentwicklungsplan überarbeitet und eine Neuplanung für Erdkabel-Projekte vorgelegt. Zwei sogenannte SuedLinks sollen den windreichen Norden mit den Verbraucherzentren im Süden Deutschlands verbinden. Eine dieser beiden Trassen zwischen Nordseeküste und Bayern soll als „Vorhaben 4“ von Wilster nach Grafenrhenfeld verlaufen – gegebenenfalls durch die Samtgemeinde Gieboldehausen.

„Der Trassenverlauf ist noch offen“, betont Dornieden. Das Planungsbüro „ARGE SuedLink“ sucht zurzeit nach ersten Korridorvorschlägen für die anstehende Bundesfachplanung. Nach dem kommunalen Info-Abend sollen die ersten Trassenvorschläge veröffentlicht und damit eine informelle Dialog- und Beteiliungsphase eingeleitet werden. Erst im sich anschließenden Genehmigungsverfahren soll dann entschieden werden, wo die Leitung letztendlich verlaufen soll.

Bei dem rund 620 Kilometer langen Erdkabel handelt es sich nach Angaben von Gieboldehausens Baumtsleiter Klaus-Dieter Grobecker um eine „Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Leitung“ (HGÜ) mit zwei Gigawatt Nennleistung. Das Projekt hat nichts mit der ebenfalls von Tennet geplanten 380-Kilovolt-Leitung Wahle-Mecklar zu tun. Diese Höchstspannungsleitung, für die im Raum Göttingen bereits Baugrundvoruntersuchungen durchgeführt wurden, soll in Südniedersachsen auf fünfeinhalb Kilometern Länge ebenfalls nicht mit Masten, sondern in der Erde verlegt werden.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 27.09.2016. Bericht Kuno Mahnkopf.

2016-10-04T16:54:02+00:00 Freitag, 30. September 2016|