Storchennest auf Riesenstamm

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Storchennest auf Riesenstamm

Bilshausens Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis informiert im Bauausschuss über Projekte in der Gemeinde / Handläufe zum Osterberg erneuert

Gute Aussichten für Störche und Liebhaber dieser Vögel: In Bilshausen soll in Kürze ein von verschiedenen Stellen einsehbares Nest für diese Tiere aufgestellt werden. Über die Pläne informierte Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis (CDU) die Mitglieder des zum Gemeinderat gehörenden Bauausschusses.

Vertreter der Gemeinde hätten sich in der vergangenen Woche mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Ehbrecht sowie zwei Mitarbeitern der GAB getroffen, um über die Umsetzung des Vorhabens und den technischen Ablauf zu sprechen. Seit mehreren Jahren sei es der Wunsch von Adelheid Strüber und damit der Frau des ehemaligen Ehrenbürgermeisters Carl Strüber, dass wieder ein Storchennest in Bilshausen aufgebaut werde. Wenn es nicht zu strengem Frost komme, könnte Ende Januar das Fundament für den Pfosten gegossen werden, hätten die Mitarbeiter der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) Südniedersachsen mitgeteilt, berichtete Kreis. Mit einem kleinen Bagger solle „ein Kubikmeter“ ausgebuddelt werden, um das Fundament hineinzusetzen.

Riesenstamm für Storchennest organisiert

Die GAB habe einen „Riesenstamm“ von rund zehn Meter Länge und einem Durchmesser von 30 Zentimetern aus einem Staatsforst organisiert, sagte Kreis im Ausschuss. Mithilfe eines großen Treckers und einer entsprechenden Gabel solle das Nest hoch gehängt werden. Den ins Auge gefassten Platz auf dem Werl bezeichnet Kreis als „ideal“, da er leicht zu erreichen sei für den Aufbau und von der Bevölkerung gut eingesehen werden könne.

Kreis erinnerte am Rande der Sitzung daran, dass es in den 50er-Jahren sehr viele Storchennester in Bilshausen gegeben habe, so unter anderem an der Ritterstraße und Richtung Sportplatz auf verschiedenen Häusern. Störche scheinen sich offenbar zu jeder Jahreszeit wohl zu fühlen in Bilshausen und Umgebung. In der vorletzten Woche seien bereits zwei Exemplare dieser Vogelart in den Rhumeauen bei Bilshausen gesichtet worden.

Während der Aufbau des Storchennestes erst noch erfolgen soll, sind andere Arbeiten bereits abgeschlossen. So habe der Bauhof der Gemeinde den Handlauf von der Gartenstraße, Ecke Eichenweg, zum Osterberg erneuert, berichtete Kreis. Dieser Lauf sei bereits im vergangenen Jahr „sehr abgängig“ gewesen.

Mitarbeiter des Bauhofs hätten 2017 drei Pfosten erneuert, seien dann aber aufgrund vieler anderer Arbeiten nicht mehr dazu gekommen, die restlichen drei Pfosten ebenfalls zu erneuern. Außerdem habe es viel Vandalismus gegeben. So seien die teilweise morschen Holzpfosten umgetreten worden. „Man hat die Handläufe abgerissen, zwei lagen im Bach“, erklärte die Gemeindebürgermeisterin. Nach den Arbeiten des Bauhofs sei nun wieder „alles korrekt“. Kreis: „Wir hoffen, dass es dann auch ein bisschen länger hält und nicht wieder Pfosten abgerissen werden.“

Materialprobleme verzögern Bauprojekt

Die Erschließungsarbeiten für den zweiten und teilweise dritten Abschnitt des Bilshäuser Neubaugebietes Teufelsgraben können voraussichtlich erst in der fünften Woche beginnen. „Die Baufirma hat Materialprobleme“, erläuterte Kreis. Die entsprechenden Materialien werde sie voraussichtlich erst in der fünften Kalenderwoche geliefert bekommen und dann Ende Januar oder Anfang Februar mit den entsprechenden Arbeiten beginnen.

Die Mitglieder des Gremiums votierten für die Änderung des Bebauungsplans im Osterbachsfelde eins. Damit werde es einem jungen Pärchen ermöglicht, die Fläche des ehemaligen Kinderspielplatzes zu erwerben und dort zu bauen, erklärte die Bürgermeisterin. Die Gemeinde hatte den Spielplatz wegen der geringen Nachfrage bereits entwidmet.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 24.01.2017. Bericht Axel Artmann.

Samstag, 27. Januar 2018|