Wegen Asphaltarbeiten wird die Bundesstraße zwischen Bilshausen und Gieboldehausen Anfang September gesperrt

Ab Anfang September wird die Bundesstraße 247 zwischen der Abfahrt Bilshausen und der Einmündung zur Bundesstraße 27 bei Gieboldehausen gesperrt. Der Asphalt soll in dem Abschnitt erneuert werden. Dazu sind vorbereitende Maßnahmen für den einen ergänzenden Radwegebau geplant. Welche Auswirkungen wird die Sperrung bis Ende des Jahres haben?

„Die Arbeiten müssen sein“, sagt Bilshausens Gemeindebürgermeisterin Anne-Marie Kreis (CDU). „Es wurde ja jahrelang vor sich hergeschoben.“ Die Straße ist mittlerweile so kaputt, dass die Höchstgeschwindigkeit bereits auf 80 Stundenkilometer gesenkt wurde, bei Nässe sogar auf 60 Stundenkilometer.

Der Geschäftsbereich Goslar der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte mitgeteilt, dass die oberen Asphaltschichten erneuert werden sollen, in Teilbereichen sogar der komplette Asphaltausbau ausgetauscht werden soll. Darüber hinaus sollen im Einmündungsbereich zur B 27 in Gieboldehausen die vorhandenen Fahrbahnteiler neu gebaut werden. Zusätzlich seien auch bereits vorbereitende Baumaßnahmen für den geplanten Radweg an der B 247 vorgesehen. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund drei Millionen Euro.

Sperrung bis Ende des Jahres

Für die Arbeiten ist eine Vollsperrung des Abschnitts der B 247 ab voraussichtlich Anfang September angekündigt. Das Ende der Arbeiten ist nach Angaben der Straßenbaubehörde für Ende des Jahres vorgesehen, allerdings könnten witterungsbedingte Verzögerungen nicht ausgeschlossen werden. Für das Jahr 2021 stehen dann die Ausstattungsarbeiten mit dem Bau der Schutzplanken und Beschilderung auf dem Plan.

Des Weiteren soll 2021 der Radweg gebaut werden. „Geplant ist eine Ergänzung zum bestehenden Radweg“, erklärt Christin Leinau, stellvertretende Leiterin des Geschäftsbereichs Goslar. Der neue Teil zweigt aus Richtung Bilshausen kommend ein Stück vor der Rhumebrücke nach links ab und wird an einem Feldweg zur B 247 geführt. Entlang der Straße soll eine Verbindung mit dem Radweg an der B 27 geschaffen werden.

Die Strecke für die Umleitung während der Vollsperrung hat die Straßenbaubehörde auch bereits bekannt gegeben. Von Gieboldehausen wird der Verkehr zunächst über die B 27 nach Herzberg und weiter über die B 243 nach Osterode geleitet. Von dort geht es über die B 241 nach Katlenburg und zurück auf die B 247. Die Gegenrichtung wird über die gleiche Umleitungsstrecke geführt.

Umwege einplanen

„Das bedeutet für uns erheblich mehr Kosten“, sagt Dirk Bähring aus der Disposition der Gieboldehäuser Spedition Sommer. „Wir laden zum Beispiel in Bilshausen und Lindau vor und kommen dann zurück.“ Statt zwölf beziehungsweise 20 Kilometern seien die Fahrer dann rund 80 Kilometer unterwegs. „Das kostet nicht nur mehr Sprit, sondern auch Zeit“, so Bähring weiter. Hinzu komme die zusätzliche Maut von 17,9 Cent pro Kilometer, da die komplette Umleitung über Bundesstraßen geführt werde. „Täglich fahren von uns zehn bis 15 Lkw in Richtung Bilshausen.“

„Uns betrifft die Sperrung auch ordentlich“, sagt Florian Reinhold, Geschäftsführender Gesellschafter beim Krankentransportunternehmen R+ Medi Transport aus Gieboldehausen. Für das Unternehmen bedeute das längere Fahrzeiten, wodurch weniger Patienten gefahren werden könnten. „So viele Alternativen gibt es nicht.“ Man könne auf der Gemeindeverbindungsstraße nach Bilshausen fahren. „Aber da ist die Frage, wie viel Verkehr dort sein wird.“

Gerade auf dem Gemeindeverbindungsweg und dadurch auch in der Friedensstraße und am Osterberg erwartet Bilshausens Bürgermeisterin einen starken Anstieg des Verkehrsaufkommens, da der Einkaufsverkehr hauptsächlich in Richtung Gieboldehausen fahre. Doch das sei auch ein Problem. „Durch Starkregen sind die Seitenränder ausgespült“, sagt Kreis. Sie hoffe, dass die Seitenstreifen im Vorfeld in Augenschein genommen werden. Hinzu komme, dass sich auf der Strecke nicht jeder an die Geschwindigkeitsbegrenzung halte. Abzuwarten sei auch, auf welcher Strecke der Schulbus geführt werde, der sonst ebenfalls über die B 247 fährt.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom