Sebastian Habeck zum Pastor ordiniert

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  • Sebastian Habeck beim Festgottesdienst in der Lindauer Kreuzkirche. Foto: Heller

Sebastian Habeck zum Pastor ordiniert

Landessuperintendent Eckhard Gorka predigt in Lindauer Kreuzkirche

Sebastian Habeck ist am Sonntag in Lindau zum neuen Pastor der Gemeinden Lindau und Bilshausen ordiniert worden. Landessuperintendent Eckhard Gorka leitete den Festgottesdienst in der voll besetzen Kreuzkirche.

„Meine Güte, wenn es am Sonntagnachmittag schon so voll ist, wie voll ist es dann erst am Sonntagvormittag“, sagte Gorka, der sich über die Resonanz freute. Er berichtete von einem Gespräch mit Habeck, in dem der Pastor das biblische Bild des Adlers verwendet hat. Darin bringt ein Vogel seinen Jungen das Fliegen bei. Je nach Übersetzung scheuche der Adler die Jungen aus dem Nest, damit sie selbst fliegen lernen und breite seine Fittiche aus, um sie zu tragen. So gehe es den Menschen auch, sagte Gorka, „irgendwann hilft nur noch das Vertrauen, gut vorbereitet zu sein und dass das Unsichtbare uns trägt“. Dieses Vertrauen auf das Unsichtbare, auf Gott, zu erlangen, dabei wolle ein Pastor helfen und so seine Gemeinde aufs Fliegen vorbereiten. „Wir sind alle dazu berufen, Menschen Luft unter den Flügeln zu machen“, umschrieb der Landessuperintendent die verantwortungsvolle Aufgabe, die auch Habeck erwarte.

„Wir sind erleichtert, dass nach relativ kurzer Zeit die Pfarrstelle wieder besetzt werden konnte“, äußerte Monika Güll für den Kirchenvorstand während des Empfangs im Gemeindehaus. „Wir sind gespannt, welche Akzente sie in der Gemeindearbeit setzen werden“, sagte sie an Habeck gewandt.

Superintendent Volke Keil erinnerte daran, dass die Gläubigen in Lindau zum ersten Mal eine Ordination erleben konnten. Die erste Pfarrstelle im Pastorenleben sei immer „eine besondere Stelle“. Keil wünscht sich, dass Habecks Zeit in Lindau und Bilshausen „eine richtig gute Zeit“ wird, die ihn auch für seinen Beruf ermutige und ihm „Freude macht an seinem Dienst“.

Habeck werde in einer „ganz besonderen Region“ tätig, betonte der Superintendent. Das katholisch geprägte Eichsfeld sei „ein bisschen anders“. Das Miteinander der Konfessionen biete „unglaubliche Chancen“. Der Stellenwert des christlichen Glaubens sei gesellschaftlich „noch wesentlich höher als anderswo“. „Manche Evangelische sagen, man könnte sich fühlen wie in einem kleinen gallischen Dorf“, sagte Pastorin Claudia Edelmann und ergänzte: „Ein Gegeneinander leben wir hier so nicht mehr.“ Es gebe eine „bereichernde gute Zusammenarbeit“. Man könne im Eichsfeld gut leben. Bilshausens Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis äußerte den Wunsch, dass Habeck als junger Pastor die Kirchengemeinden Lindau und Bilshausen auf einen „neuen, schönen, langen Weg bringt“.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 29.01.2018. Bericht Axel Artmann. Foto Heller.

Donnerstag, 1. Februar 2018|