Schnelles Internet für drei Gemeinden

//Schnelles Internet für drei Gemeinden
  • Besiegeln den Breitbandausbau mit einem symbolischen Knopfdruck vor dem Samtgemeinde-Rathaus: Bürgermeister, Kommunalpolitiker und Telekom-Vertreter.foto: Vetter/ET

Schnelles Internet für drei Gemeinden

Telekom baut Breitbandnetz in Gieboldehausen, Bilshausen und Wollershausen aus

Mehr als 3000 Haushalte in der Samtgemeinde Gieboldehausen sollen bis zum Jahresende mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Internet unterwegs sein können. Die Telekom baut das Breitbandnetz in Gieboldehausen, Bilshausen und Wollershausen aus.

Mit den drei Orten schließt die Telekom in der Samtgemeinde die letzten Lücken im Bereich des Ortsnetzes 05528, in denen die Bewohner noch vom Schneckentempo 16 MBit/s ausgebremst werden. Das neue Netz mit sogenannter Vectoring-Technik werde so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich seien, das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud bequemer werde, sagt Telekom-Vertriebsbeauftragter Jens Göppert. Mit den Ausbauleitern Rainer Lentes (Gieboldehausen, Wollershausen) und Jörg Fahlbusch (Bilshausen) stellte er die Pläne am Mittwoch den Bürgermeistern der drei Orte vor – gefolgt von einem symbolischen Knopfdruck vor dem Gieboldehäuser Rathaus.

Die Arbeiten haben im November begonnen, das Ortszentrum und das Bahnhofsviertel in Gieboldehausen sind bereits versorgt. Für Wollershausen reicht ein Kasten und ein Strang, ansonsten werden von der Vermittlungsstelle hinter dem Schützenhaus in Gieboldehausen Glasfaserkabel zu 21 Verzweigerkästen im Flecken und neun in Bilshausen verlegt. Das soll sowohl über Tiefbauarbeiten als auch Spühlbohrungen, Nutzung vorhandener Rohre und weitere Verfahren geschehen. Die Internet-Geschwindigkeit hängt von der Entfernung zu den Verteilern ab, die zu Multifunktionsgehäusen umgebaut werden. „Je länger die Kupferleitung zum Haus, desto geringer die Kapazität“, sagt Lentes: „Es wird aber nur wenige Ausnahmen wie beispielsweise Aussiedlerhöfe geben, die unter 50 MBit/s liegen werden.“ Auf eigene Kosten können Glasfaserkabel auch bis zu den Grundstücken verlegt werden. In Neubaugebieten wie beispielsweise in Obernfeld wird das zunehmend zum Standard.

Als nächsten Schritt kündigt Göppert „Super-Vectoring“ mit bis zu 250 MBit/s an. Das sei voraussichtlich ab kommendem Jahr über die neuen Leitungen möglich. Die Telekom setzt beim Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes auch auf Unterstützung der Kommunen durch Webbanner, Öffentlichkeitsarbeit, Nutzungsrechte und zügiges Bearbeiten von Bauanträgen. Im Gegensatz zu anderen Netzbetreibern sei der Ausbau „diskriminierungsfrei und für den Wettbewerb offen“, bestätigt Göppert. Auch für die Firmen im Bilshäuser Gewerbegebiet wie Piller und Jacobi werde der status quo deutlich verbessert, sagt der Bauamtsleiter und Bilshausens Verwaltungsvertreter Klaus-Dieter Grobecker. Falls dort höhere Kapazitäten gewünscht würden, müsste das auf eigene Kosten geschehen.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 16.02.2017. Bericht Kuno Mahnkopf. Foto Vetter.

2017-02-17T12:47:01+00:00 Sonntag, 19. Februar2017|0 Kommentare