Samtgemeinde will Sanierungsstau abbauen

//Samtgemeinde will Sanierungsstau abbauen
  • Blick auf den Pausenhof sowie auf einen Teil des Schultraktes der Grundschule Bilshausen

Samtgemeinde will Sanierungsstau abbauen

Gieboldehausen investiert in Unterhaltung von Kanalnetz und Schulen

In die Unterhaltung des Kanalnetzes will die Samtgemeinde Gieboldehausen investieren. Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) spricht von einem „hohen Sanierungsstau“. Insgesamt sind im Haushalt für dieses Jahr rund 900 000 Euro eingestellt. Auch in den Jahren 2019 bis 2021 soll der Stau weiter abgebaut werden.

Im Bereich der Kanalnetze sollen die größten Investitionen auf die Schmutzwasserkanäle in Gieboldehausen entfallen. Insgesamt seien hier 302400 Euro für das Jahr 2018 eingeplant. In den drei Folgejahren stünden jeweils 119 700 Euro in der Liste. Ebenfalls größere Unterhaltungskosten stehen für die Niederschlagswasserkanäle in Rollshausen (163 800 Euro), Bodensee (114 800 Euro) und Wollershausen (91 100 Euro) an. In anderen Gemeinden seien die Kosten erst in den folgenden Jahren eingeplant. So sind für Krebeck für 2019/20 insgesamt mehr als 500 000 Euro veranschlagt, für Obernfeld etwa 400 000 Euro in 2018/19 und in Lütgenhausen in 2020/21 rund 300 000 Euro. Die Niederschlagswasserkanäle in Wollbrandshausen folgen mit 228 600 Euro im Jahr 2020, die in Rüdershausen (322 000 Euro) in 2021.

„Wir wollen aber insgesamt mehr im Bauunterhaltungsbereich investieren“, erklärt der Samtgemeindebürgermeister die Pläne für die Zukunft. Auch im Schulbereich stünden verschiedene Ausgaben an. Dabei habe sich die Politik im Vorfeld geeinigt, welche Maßnahmen in die wichtigste Kategorie gehören. Viele Dinge seien unter Sicherheitsaspekten eindeutig gewesen. Aber auch energetische Aspekte hätten eine entscheidende Rolle gespielt. So würde unter anderem in der Schule in Obernfeld 60 500 Euro in Wärmedämmung investiert. Weitere 23 500 Euro sollen in die Erneuerung der Elektroinstallation fließen. 2019 stehen dann noch die Dacherneuerung mit 40 000 Euro, die Erneuerung des Bodenbelags mit 20 000 Euro und ein Treppenaufgang mit 5100 Euro an. In Gieboldehausen würden die Trinkwasserinstallation für 40 800 Euro sowie Geländer für 38 900 Euro erneuert. Weitere 9800 Euro soll die Beleuchtung der Notausgänge kosten. Zur Brandschutzsicherung in Bilshausen hat die Samtgemeinde 36 800 Euro eingeplant, und für den Hausalarm 30 000 Euro. „Alles Maßnahmen, die in die dringlichste Kategorie A eingestuft wurden“, so Ahrenhold, „und deshalb sofort umgesetzt werden sollen.“ Im Gegensatz dazu werde zum Beispiel die Dachsanierung in Gieboldehausen erst in den Jahren 2020 und 2021 mit 155 000 sowie 152 000 Euro erfolgen.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 09.01.2018. Bericht Rüdiger Franke.

2018-01-09T16:17:20+00:00 Freitag, 12. Januar 2018|