Runder Familientisch sorgt für Mitfahrbänke

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  • Übergabe der Mitfahrerbank in Bilshausen Foto: mic

Runder Familientisch sorgt für Mitfahrbänke

Angebot soll die Mobilität von Senioren verbessern

Für zwei Mitfahrbänke in Bilshausen hat der Runde Familientisch gesorgt. Sie stehen an den beiden Ortsausgängen. Bürger können dort Platz nehmen, mit Schildern ihr gewünschtes Ziel angeben und auf Fahrgelegenheiten warten. Das Angebot richtet sich vor allem an Senioren.

„Wer mit dem Bus nach Göttingen oder Duderstadt fahren will, muss viel Zeit einplanen und zudem in Ebergötzen beziehungsweise Gieboldehausen umsteigen“, erklärt Birgit Hundeshagen vom Familientisch. Das muss doch auch schneller und einfacher gehen, dachte sich Carola Reschke, die in der Initiative mitarbeitet. Eine Fernsehsendung brachte sie auf die Idee mit den Mitfahrbänken.

Trampen erst ab 18 Jahren

„Ob sie angenommen werden, wissen wir nicht, aber wir sollten es zumindest ausprobieren“, sagt Hundeshagen. Um die Rückendeckung des Gemeinderats zu bekommen, stellte Reschke die Idee im Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales vor. Die Politiker stellten kritische Fragen. Bei Unfällen hafte die Haftpflichtversicherung, erfuhren sie. Um das Trampen von Jugendlichen zu unterbinden, dürften die Bänke erst ab 18 Jahren benutzt werden.

„Vor der Sommerpause gab der Rat seine Zustimmung und beauftragte den Familientisch mit der Umsetzung“, berichtet Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis (CDU). Der Demografiebeirat des Landkreises gewährte einen Zuschuss von 500 Euro, sagt die Demografiebeauftragte Regina Meyer.

Hundeshagen gewann die Sparkasse Duderstadt für das Projekt. „Wir haben die Naturholzbank gestiftet, die am Ortsausgang Richtung Bodensee bei der überdachten Infotafel steht“, sagt Sparkassen-Mitarbeiter Daniel Zöpfgen. Den Auftrag erhielt die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen. Drei Monate dauerte die Anfertigung.

Mehrere Spender für das Projekt

„Am Ortsaussgang Richtung Gieboldehausen gegenüber der Mühle steht bereits eine Bank“, sagt Hundeshagen. Die Schilder, mit denen die Bürger das gewünschte Fahrziel anzeigen können, spendete die Junge Union. „Wir haben den Erlös des Kleiderbasars, 300 Euro, zur Verfügung gestellt“, teilt Jens Strüber von der Jungen Union mit.

„Am stärksten genutzt wird die Bank wohl von Senioren, die zum Arzt nach Lindau oder Wulften wollen“, vermutet Hundeshagen. In der Praxis finde sich dann sicher jemand, der sie wieder mit zurück nehme. Auch wer zum Einkaufen nach Gieboldehausen oder Duderstadt wolle, werde auf das Angebot zurückgreifen, glaubt sie. Um die Bänke bekannt zu machen, werbe der Familientisch für das Projekt.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 09.12.2017. Bericht und Foto Michael Caspar.

Dienstag, 12. Dezember 2017|