Ringling macht den Unterschied

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  • Bergdörfers Bastian Senger (r.) wird von Bilshausens Marius Mager im Strafraum unsanft von den Beinen geholt.Foto: Schneemann

Ringling macht den Unterschied

Fußball-Bezirksliga: vierfacher Torschütze beim 6:1-Derbysieg der SG Bergdörfer gegen den SV Bilshausen

Wohl dem, der einen Florian Ringling hat. Vier Tore steuerte der Stürmer zum 6:1 (3:1)-Derbysieg seiner SG Bergdörfer im Fußball-Bezirksliga-Prestigeduell gegen den SV Blau-Weiß Bilshausen bei.

„Ich habe gerade erst Lust gekriegt“, sagte Ringling mit einem Augenzwinkern, als ihn sein Trainer in der 73. Minute nach einer fulminanten Vorstellung auswechselte. Dabei hätte er sein Torkonto bereits in der ersten Hälfte hochschrauben können, als er in der 12. und 23. Minute das Tor jeweils nur knapp verpasste.

In dieser Phase waren allerdings die Gäste aus Bilshausen die dominierende Mannschaft. „Wir sind besser ins Spiel gekommen“, analysierte Co-Trainer Eike Noparlik. Zu diesem Zeitpunkt auch absolut verdient war die 1:0-Führung der Blau-Weißen, die in der 14. Minute durch Drafi Heinrichs in Front gingen.

„Wahrscheinlich braucht die Mannschaft einfach einen Rückstand, um aufzuwachen“, meinte SG-Coach Simon Schneegans. Vollständig den Hebel legten die Platzherren in der 30. Minute um, als Christoph Eckermann einen an Bastian Senger verursachten Foulelfmeter verwandelte. Thomas Wüstefeld, der Keeper der Blau-Weißen, der den kranken Dennis Laule und den beruflich verhinderten Fabian Paul vertrat, ahnte die Ecke, kam aber zu spät.

Die Bilshäuser verloren weiter die Ordnung, keiner fühlte sich für den an diesem Tag bärenstarken vierfachen Torschützen zuständig. „Ich hatte wirklich einen Sahnetag. Ich bin überglücklich, denn heute hat alles gepasst“, sagte Ringling am Ende. Vielleicht lag es auch an der Anwesenheit von Theo, seinem kleinen Dalmatiner-Welpen, der sein Herrchen beobachtete.

„Ein Florian Ringling hat heute den Unterschied ausgemacht. Bergdörfer hat verdient gewonnen“, analysierte Noparlik nach dem Abpfiff. Sein Team musste ab der 60. Minute zu allem Überfluss auch noch in Unterzahl spielen, denn Marius Mager hatte sich an diesem für Bilshausen gebrauchten Tag die gelb-rote Karte eingehandelt.

Dabei war das hohe Ergebnis zu Beginn keineswegs abzusehen gewesen. „In den ersten 15 bis 20 Minuten haben wir unser typisches Derbygesicht gezeigt“, sagte SG-Trainer Schneegans, dem in der Anfangsphase der Auftritt seiner Crew überhaupt nicht gefiel. Dann aber zeigte sie auf dem sehr tiefen Platz in Brochthausen die nötige Aggressivität und den erforderlichen Siegeswillen, um den nach 90 Minuten tief enttäuschten Gegner zu bezwingen.

– Tore: 0:1 Heinrichs (14.), 1:1 Eckermann (30./Foulelfmeter), 2:1/3:1/4:1/5:1 (35./41./56./73.) F. Ringling, 6:1 Do. Diedrich (88.).

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 31.10.2016. Foto Schneemann.

2016-11-01T09:30:14+00:00 Donnerstag, 3. November 2016|