Rat beschließt Aus für Ringschule Krebeck / Bodensee

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  • Blick auf den Pausenhof sowie auf einen Teil des Schultraktes der Grundschule Bilshausen

Rat beschließt Aus für Ringschule Krebeck / Bodensee

Samtgemeinde-Gremium begründet Votum mit sinkenden Schülerzahlen / Grundschüler wechseln zur Grundschule Bilshausen

Die Grundschule Krebeck/Bodensee soll „sukzessive“ bis zum Schuljahresende 2018/2019 „aufgehoben“ werden. Bei zwei Enthaltungen folgten die Mitglieder des Samtgemeinderates Gieboldehausen am Donnerstag einem gemeinsamen Beschlussvorschlag der CDU-Fraktion und der Gruppe SPD/UW/Grüne. Das Gremium bekräftigte seine Bereitschaft, bestehende und künftige Ganztagsschulen zu fördern und finanziell zu unterstützen.

Die Antragsteller verweisen in der Beschlussvorlage auf das „Anmeldeverhalten der Erziehungsberechtigten“. Immer weniger Grundschüler besuchten die Schule.

Als Folge des Beschlusses gibt es an der Grundschule ab Schuljahresbeginn 2018/2019 keine Einschulungen mehr. Die Kinder der Gemeinden Bodensee und Krebeck seien „künftig für die Grundschule Bilshausen anzumelden“. Dem Votum zufolge wechseln die Grundschüler der jetzigen zweiten Klasse zum Beginn des Schuljahres 2018/2019 zur Grundschule Bilshausen. Als Folge des Beschlusses verbliebe im kommenden Schuljahr am Standort Krebeck nur die künftige vierte Klasse.

Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) berichtete, dass Eltern von Schülern der demnach in Krebeck verbleibenden Klasse nach der Sitzung des Schulausschusses im Januar signalisiert hätten, „eventuell auch freiwillig nach Bilshausen zu wechseln“, wenn dies im Klassenverbund möglich sei. Er habe den Ball aufgenommen und diverse Gespräche geführt, so mit der Landesschulbehörde und der zuständigen Dezernentin. Mit ihr habe er vereinbart, dass er auf Grundlage des gefassten Beschlusses ein Gespräch zwischen den betroffenen Eltern und der Landesschulbehörde vermittele und dazu einlade. Dabei könnten die Eltern konkrete Frage stellen, um für sich „herauszufiltern“, was für sie der bessere Weg sei.

Ahrenhold verwies auch auf eine Stellungnahme des Gemeindeelternrates zu dem Antrag. Vor dem Hintergrund des Feuerwehranbaus an die Grundschule Bilshausen sollte darauf geachtet werden, „dass genügend Räumlichkeiten zur Verfügung stehen“. Dies sei „abgeklärt und der Fall“, betonte Ahrenhold. Wenn Kosten eingespart werden, sollten die Gelder aus Sicht des Gemeindeelternrates dem jetzigen und künftigen Ganztagsangebot zugutekommen. Der Samtgemeindebürgermeister verwies darauf, dass diesen Wunsch auch der Antrag widerspiegele. Wichtig sei dem Gremium, dass alle betroffenen Eltern befragt werden. Ahrenhold: „Auch das hat die Verwaltung nach der Empfehlung des Schulausschusses gemacht.“

Informationen und Appelle von der Landesschulbehörde

Georg Jacobi (CDU) erinnerte daran, dass es bereits vor einem Jahr Informationen und Appelle von der Landesschulbehörde gegeben habe, ernsthaft über den Schulstandort nachzudenken, wenn sich das Anmeldeverhalten der Eltern nicht ändere. Die Samtgemeinde sei auf rechtliche Regelungen hingewiesen worden. „Dann blieb uns nichts anderes übrig, als dem Anmeldeverhalten der Eltern zu folgen und diesen gemeinsamen Beschluss zu fassen“, betonte Jacobi.

„Es ist grundsätzlich nicht schön, wenn Infrastruktur bei uns in der Samtgemeinde geschlossen werden muss“, sagte Rainer Deeg (Grüne). Wenn die Zahlen- und Faktenlage entsprechend sei, „ist es fair gegenüber der Bevölkerung, die Dinge einfach mal zu entscheiden“. Deeg: „Uns war es aber wichtig, dass wir nicht nur Infrastruktur abbauen, sondern auch Perspektiven aufzeigen und frei werdende Finanzmittel investieren in den Ausbau anderer Grundschulen.“ Deeg nannte die Stichworte Inklusion und Ganztagsbetreuung.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 17.02.2018. Bericht Axel Artmann.

Dienstag, 20. Februar 2018|