Radwegbrücke bleibt bis Herbst gesperrt

//Radwegbrücke bleibt bis Herbst gesperrt
  • Die Gemeinde geht auf Nummer sicher: Seit einem Jahr ist die Brücke über die Hahle für Radfahrer und Reiter gesperrt, seit drei Monaten auch für Fußgänger. foto: Richter

Radwegbrücke bleibt bis Herbst gesperrt

Sanierungsarbeiten an der belebten Bahndamm-Piste zwischen Gieboldehausen und Bilshausen verzögern sich

Für Verdruss sorgt die seit einem Jahr gesperrte Radwegbrücke über die Hahle zwischen Gieboldehausen und Bilshausen. Und das wird sich so bald nicht ändern. Die von der Gemeindeverwaltung Gieboldehausen in Aussicht gestellte zeitnahe Sanierung zieht sich länger hin als erwartet.

Der Radweg gehört zu den belebtesten im Eichsfeld. Arbeitspendler, Freizeitradler, Radwanderer, Sportler, Spaziergänger, Reiter, Inline-Skater und Familien nutzen die vor zehn Jahren komplettierte Betonspur auf dem ehemaligen Bahndamm. Mit den einstigen Eisenbahnbrücken gab es schon damals Probleme, sie mussten erneuert werden. Im vergangenen Jahr wurden die beiden Holzbrücken über Hahle und Rhume repariert, die Hahlebrücke nach einer Überprüfung von Statik und Substanz des Unterbaus aber nicht wieder freigegeben. Zunächst war die Brücke nur für Radfahrer und Reiter gesperrt, seit drei Monaten dann auch für Fußgänger. Ein Blechsteg als Übergangslösung wurde wieder verworfen, die Brücke vom Bauhof aus Sicherheitsgründen regelrecht verbarrikadiert, Sperr- und Umleitungsschilder aufgestellt. Fußgänger und Radfahrer weichen auf andere Strecken aus oder nehmen die 320 Meter lange Umleitung über einen unbefestigten Grasweg in Kauf. Mit Mountainbikes ist das kein Problem, mit Rennrädern und E-Bikes schon.

Was viele Bürger für übertriebene Vorsicht halten, ist aus Sicht der Verwaltung aus Sicherheits- und Haftungsgründen notwendig. „Wir haben schon viele Anrufe von Radfahrern wegen der Brückensperrung bekommen“, sagt die stellvertretende Gemeindedirektorin Christina Kutzborski und zeigt Verständnis für den Unmut. „Das Verfahren hat sich hingezogen – auch mangels eines Ingenieurbüros mit freier Kapazität“, ergänzt Gemeindedirektor Georg Moneke. Zurzeit werde eine Mängelliste für die Ausschreibung zusammengestellt, die Auftragsvergabe solle Ende Juli erfolgen. Da sowohl die Hahle- als auch die wenige Hundert Meter von ihr entfernte Rhumebrücke nacheinander erneuert werden sollen, rechnet Moneke erst ab Oktober wieder mit freier Fahrt auf dem Bahndamm-Radweg: „In diesem Sommer werden die Brücken nicht mehr freigegeben.“ Die Holzkonstruktionen sollen durch Betonbrücken ersetzt werden. Und Moneke hofft, dass die dann lange halten werden.

„Die Sperrung ist ärgerlich, aber nicht zu ändern“, meint Flecken-Bürgermeisterin Maria Bock (CDU): „Der Gesetzgeber hat klare Vorgaben für die Abwicklung des Verfahrens, die Verwaltung alles getan, um es zu beschleunigen.“

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 25.06.2016. Bericht Kuno Mahnkopf. Foto Richter.

2016-06-25T12:33:32+00:00 Montag, 27. Juni 2016|