Radweg zwischen Strohkrug und Lindau

//Radweg zwischen Strohkrug und Lindau
  • Mit einer Kreisellösung soll die zum Teil unübersichtliche Verkehrssituation am Knotenpunkt am Strohkrug bei Bilshausen strukturiert werden.foto: Richter

Radweg zwischen Strohkrug und Lindau

Niedersächsische Straßenbehörde informiert in Katlenburg-Lindau

Zwischen Lindau und Strohkrug soll ein Radweg entstehen. Über den Stand der Planungen informierten Repräsentanten des Geschäftsbereichs Bad Gandersheim der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Montagabend in der Mehrzweckhalle Katlenburg-Lindau, Gemeindebürgermeister Uwe Ahrens (parteilos) beschrieb die Bedeutung des Projektes.

Sicherheit der Radfahrer erhöhen

„Wir freuen uns natürlich, dass die Straßenbauverwaltung in der Lage ist, die Planungen voranzutreiben“, erklärte Gemeindebürgermeister Uwe Ahrens, der rund 30 Zuhörer zu der Informationsveranstaltung begrüßte, darunter seien viele Grundstückseigentümer gewesen. „Der Lückenschluss ist auch wichtig gerade für Fernradverbindungen, um die Sicherheit der Radfahrer zu erhöhen und sie von der Straße herunterzubringen“, betonte Ahrens, der von „einem wichtigen Aspekt für die Radfahrinfrastruktur“ sprach.

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass immer mehr Menschen mit dem Rad unterwegs seien und die „E-Bike-Quote“ ständig zunehme. Auch der Radtourismus spiele eine wachsende Rolle. Hinzu komme, dass Menschen sich immer gesundheitsbewusster bewegen möchten und das auch im hohen Alter.

Der Radweg soll nördlich der Bundesstraße 247 entstehen und eine Breite von 2,50 Meter haben, benannte Ahrens wichtige Inhalte der Planungsunterlagen. Durch die nördliche Führung könne eine direkte Anbindung an den Radweg zwischen Wulften und Gieboldehausen geschaffen werden, der auf der ehemaligen Bahntrasse gebaut wurde.

Als nächster Schritt werde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet, für das der Landkreis Northeim zuständig sei. Ein konkretes Datum für das Auslegen der Planunterlagen gebe es noch nicht. Daran würden die Öffentlichkeit und die Träger öffentlicher Belange beteiligt, um ihre Anregungen und Bedenken geltend zu machen. Wenn die Grundstückseigentümer mitspielen und keine größere Bedenken geäußert würden, sei voraussichtlich in zwei Jahren damit zu rechnen, dass die ersten Radfahrer auf der Straße unterwegs sind.

Zwei Jahre Bauzeit

Mit dem möglichen Bau des Radweges habe sich schon der Altkreis Duderstadt beschäftigt, berichtet Ahrens und erinnert daran, dass Lindau vor der Gebietsreform zu diesem Kreis gehört habe. In den Achtzigerjahren sei das Thema noch einmal forciert worden, aber an naturschutzrechtlichen Aspekten gescheitert. „Wir haben seitens der Gemeinde regelmäßig nachgehakt“, betont der Bürgermeister. Aus Mangel an zeitlichen Kapazitäten sei das Vorhaben allerdings von der Behörde nicht weiter vorangetrieben worden.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 20.06.2018. Bericht Axel Artmann. Foto Richter.

2018-06-20T08:38:38+00:00Samstag, 23. Juni 2018|