Bauausschuss stellt Liste mit sanierungsbedürftigen Straßen auf / Vorentwurf des Haushalts im Ergebnis mit 200 000 Euro im Minus

Der Bauausschuss des Gemeinderates von Bilshausen hat eine Prioritätenliste für den Haushalt des Jahres 2019 angelegt. Darin haben die Gremiumsmitglieder ihre Wünsche bei der Straßensanierung festgelegt.

Um dann einen endgültigen Entwurf für den neuen Haushalt erstellen zu können, mussten sich die Bilshäuser Kommunalpolitiker einigen, welche Baumaßnahmen sie in ihren Finanzen einplanen wollen. Das Problem: Im aktuellen Vorentwurf des Etats liege der Ort im Ergebnis mit 200 000 Euro im Minus. Das setze voraus, dass in den kommenden vier Jahren keine Investitionen getätigt werden könnten, sagte der Verwaltungsvertreter, Klaus-Dieter Grobecker. Von der Gemeindeverwaltung wird vorgeschlagen, die Öhrshäuser Straße zu sanieren. Dafür wurden die Mittel im vergangenen Jahr schon veranschlagt. Dabei gehe es nicht nur um die Deckschicht der Straße, sondern teilweise auch um ihren Unterbau. „Außerdem ist zwingend erforderlich, gerade bei erheblichen Niederschlägen, dass wir jetzt auch die Grabenverrohrung durchführen“, sagte Grobecker. Das sei bisher nicht geschehen, weil nach Maßgaben des Landes auf der Straße eine Linksabbiegerspur eingerichtet werden sollte. Zudem sei fraglich, was auf dem ehemaligen Edeka-Grundstück in den nächsten fünf Jahren geplant ist.

Erhebliche Schäden gebe es auch im Bereich der Gartenstraße, insbesondere am Bürgersteig. „Die könnte man zurückstellen. Es ist nicht so, dass da jetzt Unfallgefahr von ausgeht“, meinte Grobecker. Auch in der Zuwegung von An der Rhume, im Kurvenbereich der Friedenstraße, im Höherbergblick und im Sandgraben sahen die Ausschussmitglieder Sanierungsbedarf.

Schwierig zu entscheiden war für das Gremium auch, ob die Straßen geflickt werden könnten. „Wir wollten möglichst alle zwei Jahre die Straßen, die älter als 30 oder 40 Jahre sind, sanieren“, sagte die Bürgermeisterin von Bilshausen, Anne-Marie Kreis (CDU). „Einen ganzen Teil müssen wir auch immer selbst bezahlen und bei der Finanzlage sieht das nicht gut aus“, sagte sie. „Wir können es aber nicht nur mit Riss-Sanierung vor uns herschieben.“

Zunächst einigten sich die Bilshäuser auf fünf Straßen, die sie in den kommenden Jahren sanieren lassen wollen. Im Jahr 2020 soll die Öhrshäuser Straße erneuert werden. Im Jahr darauf soll die Gartenstraße repariert werden. Für das Jahr 2022 ist der zweite Bauabschnitt im Baugebiet Höherbergblick geplant, ebenso soll der Kurvenbereich der Friedenstraße erneuert werden. Für das Jahr 2023 setzten die Ausschussmitglieder den Sandgraben auf die Liste. „Über kurz oder lang müssen wir die Sanierung dieser älteren Straßen wirklich in Angriff nehmen“, betonte Kreis. „Sonst ist da bald wirklich nichts mehr zu machen.“

Die Prioritätenliste muss der Rat nun der Samtgemeinde Gieboldehausen, dem Abwasserverband und anderen Versorgungsunternehmen vorlegen, damit diese bei Bedarf Mittel für deren Arbeiten veranschlagen können. Der Bauausschuss tagt am Dienstag, 12. Februar, wieder. Der Haushaltsentwurf soll Ende Februar zur Beratung vorliegen.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 01.02.2019. Bericht Böger.