Neuer Pastor in Lindau und Bilshausen

//Neuer Pastor in Lindau und Bilshausen

Neuer Pastor in Lindau und Bilshausen

Die Landeskirche hat dem Theologen Sebastian Habeck die Stelle zugewiesen

Sebastian Habeck (33) wird am Sonntag, 28. Januar, um 15 Uhr in der evangelischen Kreuzkirche in Lindau als neuer Pastor der Gemeinden Lindau und Bilshausen ordiniert. Den Festgottesdienst leitet Landessuperintendent Eckhard Gorka. Habeck war in den vergangenen zwei Jahren Vikar in Gifhorn.

„Wir sind sehr zufrieden, dass uns die Landeskirche einen jungen Pastor zur Verfügung stellt“, sagt Monika Güll, die Vorsitzende des Kirchenvorstands Lindau. Nach dem Fortgang von Pastor Harald Möhle habe es nämlich keine Bewerber auf die halbe Stelle gegeben. Die beiden Gemeinden erhofften sich von dem jungen Mann Impulse für die Jugendarbeit.

„Ich komme aus der christlichen Pfadfinderbewegung“, erzählt Habeck. Die Arbeit mit jungen Menschen mache ihm Spaß. Bei den Pfadfindern habe er gelernt, die Stärken von anderen Menschen zu sehen und zu fördern. Er selbst habe dort bei den täglichen Andachten sein Talent zu predigen entdeckt.

Erreichen will Habeck, der in Gifhorn für die Konfirmandenarbeit zuständig gewesen ist, junge Menschen nicht zuletzt mit moderner Musik. Neben Orgel, der angehende Pastor hat die D-Prüfung absolviert, spielt er E-Gitarre. Zudem ist er mit Tontechnik vertraut. Er orientiere sich an Martin Luther, sagt Habeck. Der Reformator habe zu seiner Zeit populäre Kneipenlieder umgedichtet.

Gespannt auf das Dorfleben

„Geboren bin ich in Neuss am Niederrhein“, erzählt der Theologe. Aufgewachsen sei er in Burgdorf bei Hannover. Studiert habe er nach dem Erlernen der alten Sprachen in Krelingen, in Marburg, Greifswald, Göttingen und Kiel. Das Eichsfeld habe er bereits als Pfadfinder kennengelernt. Ihr Bundeshof befinde sich seit 1996 in Birkenfelde im Obereichsfeld. Der Katholizismus sei ihm durch seine katholische Mutter vertraut. Er habe einen katholischen Kindergarten und eine katholische Grundschule besucht und sei oft in der heiligen Messe gewesen. Er liebe die nach Weihrauch duftenden Kirchen und den „flotten Gemeindegesang“. Gespannt sei er auf das Dorfleben im Eichsfeld. Besonders freue er sich auf die Schützenfeste.

„Beeindruckt bin ich von dem Engagement der Gemeindemitglieder in Lindau und Bilshausen“, bekennt Habeck. Die Lutheraner organisierten vieles selbstständig ohne Pastor. Auch die Offenheit der Kirchenvorstände schätze er. Neben der halben, auf drei Jahre befristeten Stelle habe er noch eine Viertelstelle auf der Ebene des Kirchenkreises Harzer Land. Was er dort von Februar an zu tun habe, wisse er noch nicht. Eine Dreiviertelstelle reiche ihm erst einmal. Er und seine Frau hätten einen 15 Monate alten Sohn und erwarteten im Mai ihr zweites Kind. Seine Frau, eine Erziehungswissenschaftlerin, habe eine Postdoc-Stelle in Marburg.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 16.01.2018. Bericht Michael Caspar.

2018-01-24T13:07:21+00:00Freitag, 19. Januar 2018|