Netzwerk für Kommunen soll wachsen

//Netzwerk für Kommunen soll wachsen
  • Stellvertretender Gemeindebürgermeister Matthias Diederich erläutert Pläne für die Umgestaltung: Der Brunnen vor der Bilshäuser Kirche soll zum Wasserspielplatz werden. Foto: Mischke

Netzwerk für Kommunen soll wachsen

Samtgemeinderat Gieboldehausen spricht über Anmeldungen für das Städtebauförderprogramm

Die Samtgemeinde Gieboldehausen und Mitgliedsgemeinden wollen vier weitere Projekte mit Unterstützung durch das Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ umsetzen. Die Mitglieder des Samtgemeinderates haben während ihrer jüngsten Sitzung einen entsprechenden Beschluss gefasst. Das Gesamtprojekt „Interkommunales Netzwerk – Samtgemeinde Gieboldehausen“ soll wachsen.

„Wir waren aufgefordert, so langsam zu einem verbindlichen Kostenrahmen zu kommen“, erläuterte Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU). Realisiert werden sollen die Vorhaben im Rahmen des „Interkommunalen Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzeptes (IEK)“. Hinter dem sperrigen Begriff steckt für Orte die Chance, ihre Zukunftsfähigkeit zu entwickeln, Kräfte und Ressourcen zu bündeln und bei Infrastrukturangeboten zu kooperieren. Die Samtgemeindeverwaltung meldet die Vorhaben, die mit einem Eigenanteil der Gemeinden verwirklicht werden, über das Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig beim Land Niedersachsen an.

Der Kirchplatz in Bilshausen soll durch bauliche Veränderungen zum „Platz der Generationen“ werden. „Die wichtigste Zielsetzung ist es, den vorhandenen Bereich nachhaltig so zu gestalten, dass sich die Bürger jeden Alters gern und länger dort aufhalten, soziale Kontakte und Kommunikation pflegen, aber auch körperliche Beschäftigungs- und Spielmöglichkeiten angeboten werden“, erläuterte Matthias Diederich (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses und des IEK-Arbeitskreises in Bilshausen, während einer Sitzung in der Gemeinde.

Das Konzept sieht vor, das Miteinander der Generationen hervorzuheben und zu fördern. Geplant sei, die vorhandene defekte Brunnenanlage abzureißen und einen Wasserlauf mit Spielelementen anzulegen. Zu dem Platz solle auch ein halbrundes Ensemble in Form eines Amphitheaters aus rotem Sandstein gehören. Hinzu kämen Outdoor-Spiel- und Fitnessgeräte für alle Generationen und eine Kräuterspirale. Das Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege solle aufgewertet und restauriert werden.

Auf dem Gelände des Kirchplatzes gebe es bereits viele Büsche, Sträucher und einige größere Bäume. Trotzdem werde überlegt, Sträucher und Bäume neu anzupflanzen, um gestalterisch den Platz „nachhaltig aufzuwerten“, berichtete Diederich. Hinweistafeln sollten später über die biologische Vielfalt der Pflanzen informieren.

Die Gemeinde Obernfeld will im Zuge des „Interkommunalen Entwicklungskonzeptes (IEK)“ mit finanzieller Unterstützung aus dem Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ einen Naturerlebnisspielplatz errichten. Der Park soll auf einer 6000 Quadratmeter großen Fläche zwischen Friedhof und Grillhütte im Bereich eines Grabens entstehen.

Die Pläne sehen unter anderem vor, den Wasserlauf einzubinden. In die Fläche könnten Spielmöglichkeiten für Kinder, Trimmgeräte für Senioren, verschiedene Ruhezonen mit Bänken und ein Flachwasser-Biotop integriert werden, hatte Gemeindebürgermeister Karl-Bernd Wüstefeld (CDU) während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates erläutert. Angedacht sei auch ein Brunnen mit Solarbetrieb und das Anpflanzen von Streuobstbäumen

Schloss soll zum Kulturzentrum des Netzwerkes werden

Die Samtgemeinde und die Mitgliedsgemeinde Flecken Gieboldehausen beabsichtigen, das Schloss und den Schlossplatz als Kulturzentrum des Netzwerkes und zentralen Veranstaltungsort aufzuwerten. Hierzu ist nach den bisherigen Überlegungen unter anderem die Überdachung der Bühne und der Anbau eines Wintergartens vorgesehen.

Nachdem der Schulstandort in Krebeck aufgegeben worden sei, solle in dem Gebäude eine Großküche für Ganztagsschulen entstehen, benannte Gemeindebürgermeister Frank Dittrich (CDU) am Rande der Samtgemeinderatssitzung den Stand der Planungen für ein weiteres Projekt. Hierfür müsste dann ein Betreiber gefunden werden.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 15.05.2018. Bericht Axel Artmann. Foto Mischke.

2018-05-15T07:17:40+00:00 Freitag, 18. Mai 2018|