Marlies Dornieden wird Kreisrätin

//Marlies Dornieden wird Kreisrätin

Marlies Dornieden wird Kreisrätin

Samtgemeinde Gieboldehausen verliert hauptamtliche Bürgermeisterin / Neuwahl im kommenden Jahr

Die Bürgermeisterin der Samtgemeinde Gieboldehausen kehrt in die Kreisverwaltung zurück: Marlies Dornieden (CDU) wird Kreisrätin. Mit großer Mehrheit ist der Kreistag diesem Vorschlag von Landrat Bernhard Reuter (SPD) gefolgt.

Dornieden übernimmt zum Jahreswechsel die vor dem Hintergrund der Kreisfusion geschaffene dritte Dezernentenstelle für innere Dienste, Finanzen, öffentliche Sicherheit und Ordnung. Auf die Ausschreibung waren neun Bewerbungen eingegangen. Nach einer Vorauswahl stellten sich vier Bewerber im Kreisausschuss vor. Reuter machte anschließend von seinem Vorschlagsrecht Gebrauch und schlug Dornieden zur Wahl im Kreistag vor. Dort gab es keine Gegenstimmen, die Gruppe Linke/Piraten/Die Partei enthielt sich bei der Abstimmung ebenso wie AfD und FDP. Das hänge mit den Begleitumständen des Verfahrens zusammen und richte sich nicht etwa gegen Dornieden, die sehr kompetent sei und einen guten Job machen werde, betont FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Carl Stiller. Reuter hob die Kompetenz Dorniedens, die 2011 von den Bürgern für acht Jahre zur Samtgemeinde-Bürgermeisterin gewählt wurde und zuvor das Finanzverwaltungsamt beim Landkreis Göttingen geleitet hat, ebenso hervor wie ihre politische Eignung: „Von einem politischen Beamten erwarten wir auch politische Wirkung. Diesem Kriterium entspricht Frau Dornieden im hohen Maße.“

Die Entscheidung, sich für den Dezernentenposten zu bewerben, sei ihr nicht leicht gefallen, sagt Dornieden mit Blick auf die Samtgemeinde Gieboldehausen, die ihr ans Herz gewachsen sei. „Ich freue mich, gemeinsam mit Ihnen den neuen Landkreis Göttingen zu gestalten“, erklärte sie im Kreistag nach Annahme ihrer Wahl. Dornieden freut sich über den motivierenden Vertrauensvorschuss, bedauert aber den kurzfristigen Wechsel, der die Übergabe der Amtsgeschäfte in der Samtgemeinde erschwere. Die Verwaltungsgeschäfte wird dort vorerst Kämmerer Georg Moneke als ihr allgemeiner Vertreter führen, als politische Vertreter werden Maria Bock (CDU) und Rainer Lentes (CDU) einspringen. Dem Samtgemeinderat, der voraussichtlich am 26. Januar tagt, soll vorgeschlagen werden, die Bürgermeister-Neuwahl mit der Bundestagswahl im September 2017 zu kombinieren. In Niedersachsen ist innerhalb von sechs Monaten nach Ausscheiden des Hauptverwaltungsbeamten ein Nachfolger zu wählen – oder bis zu drei Monate später, wenn dadurch die gemeinsame Durchführung mit einer anderen Wahl ermöglicht wird.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 10.12.2016. Bericht Kuno Mahnkopf

2016-12-10T07:12:47+00:00 Dienstag, 13. Dezember 2016|