Mannschaft soll noch lauter werden

//Mannschaft soll noch lauter werden
  • Total fokussiert auf den Ball ist in dieser Szene der Bilshäuser Richard Strüber (l.).foto: Schneemann

Mannschaft soll noch lauter werden

Fußball-Bezirksliga: SV Bilshausen überwintert mit neuem Spielertrainer Sebastian Gehrke auf Platz 11

Hinter Sebastian Gehrke liegt das erste halbe Jahr als Spielertrainer. Im Sommer wechselte der Abwehrspieler von Oberligist SVG zum SV Blau-Weiß Bilshausen. Nach 15 Partien stehen 19 Punkte und Platz elf für Gehrke und sein Team zu Buche.

„Zwei oder drei Punkte mehr hätten es schon sein können“, bilanziert der 30-Jährige, der insgesamt aber „schon zufrieden“ ist. Etwas mehr und lautstärkere Kommunikation auf dem Platz hätte sich Gehrke jedoch gewünscht. „Die Hierachie ist eher flach“, berichtet er. Fällt der spielende Trainer als Sprachrohr aus, dann sei es auf dem Feld noch zu ruhig. „Daran arbeiten wir“, verspricht der ehemalige Oberliga-Akteur, der ansonsten sehr zufrieden in seiner neuen Rolle ist: „Es ist intensiv, macht mir aber auch Riesenspaß. Es gibt viele Dinge, die ich beinflussen kann, das mag ich.“

Die Trainingsbeteiligung, die laut Gehrke im Schnitt bei 80 Prozent lag, und der Teamgeist stimmen den Defensivspezialisten zufrieden. „Der Zusammenhalt ist gut. Auch das war ein Grund, warum ich nach Bilshausen gegangen bin. Das ist eine gute Truppe“, freut sich Gehrke. Ab und an habe seine Mannschaft noch die Abgeklärtheit vermissen lassen. Das machte sich vor allem bei knappen Niederlagen gegen Spitzenteams wie beim 1:2 gegen Tabellenführer SC Hainberg bemerkbar. „Wir müssen noch abgezockter werden“, fordert der junge Trainer der Blau-Weißen.

Defensiv stimmte die Ordnung – mit Ausnahmen wie beim 1:6 im Derby gegen die SG Bergdörfer – bei den Bilshäusern zumeist. Offensiv fehlte es jedoch zu häufig an Durchschlagskraft. Nur 19 eigene Treffer – acht davon erzielte Drafi Heinrichs – bedeuten den drittschwächsten Ligawert. Das Manko durch Winterpausen-Neuzugänge zu beheben, werde schwer, sagt Gehrke. Eher soll in der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte im Training am Angriffsspiel gearbeitet werden, „damit wir nicht mehr so ausrechenbar sind“. Mit Robert Strüber, den Gehrke im defensiven Mittelfeld sieht, kehrt ein bisher Dauerverletzter in der Rückrunde zurück, auch Jonas Nachtwey und Trainerbruder Philipp sollen zukünftig vermehrt Einsatzminuten bekommen.

Positiv überrascht zeigt sich Gehrke von der Entwicklung des jungen Jannis Hungerland. Der Youngster, der im Sommer aus der A-Jugend aufrückte, überzeugte als Innenverteidiger durchweg. „Er hat Ruhe am Ball, ein gutes Zweikampfverhalten und ein sauberes Passspiel nach vorne“, lobt Gehrke. Der Klassenverbleib soll so schnell wie möglich geschafft werden. „Ich denke in Etappen. Ist das erreicht, können wir uns über eine Platzierung unter den besten zehn Mannschaften Gedanken machen“, unterstreicht der Bilshäuser Spielertrainer.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 16.01.2016. Bericht Christian Roeben. Foto

2017-01-17T06:48:39+00:00 Donnerstag, 19. Januar2017|0 Kommentare