„Licht soll Hoffnung bringen“

//„Licht soll Hoffnung bringen“
  • Erstmals hat die Pauluskirche zum Lichterfest eingeladen. Foto: Heller

„Licht soll Hoffnung bringen“

Erstes Lichterfest in Bilshausen mit 40 Besuchern

Ein mit Kerzen geschmückter Weg und Kirchengeläut haben am Sonnabend das erste Lichterfest der evangelischen St. Paulusgemeinde eingeleitet. Am Tag der Heiligen drei Könige wurde das Ende der Weihnachtszeit gefeiert.

Orgelspieler Hans-Herbert Hoffmann ließ die ersten Töne erklingen und der erste Vorsitzende, Hermann Martini, begrüßte die rund 40 Besucher in der Kirche. Mit viel Liebe zum Detail erstrahlte die Kirche im Kerzenschein. Mehrere Teelichter standen an den Fensterbänken und echte Kerzen ließen den Tannenbaum erleuchten.

Trotz pastoraler Vakanz organisierten die Vorstandsmitglieder den Gottesdienst. „Wir waren letztes Jahr mit ein paar Vorstandsmitgliedern beim Lichterfest in Elbingerode und es hat uns sehr gut gefallen. Da dachten wir, das müssen wir auch in Bilshausen machen“, sagte Martini. „Eine tolle Art mit einem Festgottesdienst feierlich den Abschluss der Weihnachtszeit zu feiern. Meist geht das ja so sang- und klanglos vorüber.“

Als Highlight sangen die Sternsinger Vivian Ortmann, Fidelia Jung, Alicia Jung, Benedicta Jung und Elise Jung. Mit goldenen Krönchen und langen Gewändern brachten sie unter der Leitung von Victoria Jung ihren Segen für das neue Jahr. „Mit geweihter Kreide schreiben wir später ‚Christus ehre auch dieses Haus im Jahr 2018’ an die Kirchentür“, sagte Jung mit erhobener Kreide.

Die Geigenspieler Merle Balke und Jost Fischer fingen an, mit synchronen Bewegungen zu musizieren. Währenddessen stellte Sternsinger Fidelia Jung ein rotes Teelicht vor den mit weißen Kerzen beleuchteten Altar. Gemeinsam beteten und sangen die Besucher, unter anderem „Jesus ist kommen“. Gesangbücher zum Mitlesen und -singen lagen bereit.

Die Weihnachtsgeschichte und die Geschichte vom Sternengel wurden vorgelesen. „Licht soll Hoffnung bringen“, las Vorstandsmitglied Brigitte Strüber und beschrieb damit das Motto des Abends.

Die Kollekte des Gottesdienstes ging an die Sternsinger. „Die Spenden gehen zu zwei Dritteln an ein Kinderheim in Peru und mit dem anderen Drittel unterstützen wir ein Projekt für arme Kinder in Afrika“, erzählte Viktoria Jung. Eigentlich gehören die Sternsinger der katholischen Gemeinde in Bilshausen an, aber „ich habe sie mit rüber genommen, da mein Mann hier im Vorstand ist. Bestes ökumenisches Beispiel“, sagt Jung und lacht.

Tausende Sternsinger in ganz Deutschland segnen am 6. Januar Häuser und Wohnungen und sammeln Spenden für arme Kinder in der ganzen Welt. Das Sternsingen ist ein alter Brauch, der bis in das Mittelalter zurückreicht und wird auch als Dreikönigssingen bezeichnet.

„Auftritte haben wir eigentlich nicht so oft, wenn dann in der Schule. Heute war es das erste Mal in einer evangelischen Kirche, das ist aber ganz lustig“, erzählt die elfjährige Elise Jung. Ihre Schwester und ebenfalls Sternsingerin Fidelia Jung (8) meint: „Ich finde es toll, Teil der Sternsinger zu sein, da wir Geld sammeln für Kinder, die etwas verloren haben.“

Zum Abschluss spielten die Geigenspieler „Ihr Kinderlein kommet“. Stehend wurden Fürbitten gesprochen und alle sangen „Oh du fröhliche“. Ein gelungener Abschied der Weihnachtszeit.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 08.01.2018. Bericht Madita Eggers. Foto Heller.

2018-01-08T17:26:00+00:00 Donnerstag, 11. Januar 2018|