„Lernprozesse gehören am Anfang dazu“

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„Lernprozesse gehören am Anfang dazu“

Fußball: Bilshausens Trainer Sebastian Gehrke geht seine Aufgabe mit Feuereifer an

Alles neu macht der Juli – dieses leicht abgewandelte Sprichwort trifft im Fall von Sebastian Gehrke voll zu. Am 8. Juli wird der Ex-Kapitän von Fußball-Oberligist SVG 30 Jahre alt, zwei Tage später startet Gehrke als neuer Spielertrainer des SV Bilshausen in die Saisonvorbereitung.

Für den Lehramtsstudenten, der an der Göttinger Georg-August-Universität im zweiten Mastersemester Sport und Deutsch studiert, ist seine neue Aufgabe „eine Riesenherausforderung“. Und genau deshalb so spannend. „Ich mag neue Reize. Monotonie hasse ich“, sagt der Nienburger, der im Profibereich Hannover 96 die Daumen drückt. Mit einem Trainerjob hat Gehrke schon lange geliebäugelt. Dass der 29-Jährige ausgerechnet bei seinem ehemaligen Verein, für den er von 2008 bis 2010 auflief, die Chance erhält, als spielender Coach die ersten Schritte im Trainergeschäft zu gehen, empfindet er als „richtig cool. Mit einigen Jungs wie Xavier Rosenthal, Sven Krautwurst oder Joachim Böttger habe ich selber noch zusammengespielt. Die anderen Spieler kenne ich auch alle. Ein paar Bilshäuser Spiele habe ich mir in der vergangenen Saison bereits angeschaut“, berichtet Gehrke.

Seine neue Aufgabe geht der Innenverteidiger, der die Bilshäuser Abwehr mit seiner Erfahrung und Klasse stabilisieren will, voller Elan, aber auch mit Respekt an. Mit seinem Mitbewohner, der selber Spielertrainer ist, tauscht sich Gehrke oft aus. „Lernprozesse gehören am Anfang dazu“, weiß der 1,83 Meter-Mann. Von seinen ehemaligen Trainern in Northeim und bei der SVG, Wolfgang Schmidt und Knut Nolte, hat Gehrke versucht, „sich das Beste rauszupicken. Ich bin gespannt, was dabei herumkommt“. Zwar sei es eine „superharte Entscheidung“ gewesen, den Göttinger Oberligisten nach zwei Jahren zu verlassen, doch Gehrke hatte bei der Bilshäuser Anfrage einfach „das Gefühl, dass es passt. Das ist eine geile Aufgabe. Das hätte ich für keinen anderen Verein gemacht.“

Zusammenhalt und Teamwork sind dem neuen Spielertrainer auf und abseits des Platzes extrem wichtig. „Ich bin nicht der Alleinunterhalter“, stellt Gehrke, der begeisterter Hobbygolfer ist, klar. Umso glücklicher ist er deshalb, ein so „gutes Team“ um sich zu haben. Dieses Miteinander soll sich auch auf dem Platz widerspiegeln. „Ich mag Mannschaften, die ein Team sind und sich gemeinsam den Hintern aufreißen wie Island bei der Europameisterschaft oder Darmstadt 98 in der Bundesliga. Der Gegner muss auf dem Platz erkennen, dass für ihn nichts zu holen sein wird.“ Der ehemalige Jugendnationalspieler Eike Norparlik unterstützt den Trainernovizen als Co-Coach, soll von außen beobachten und seine Analysen mit einbringen.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 05.07.2016. Bericht von Christian Roeben.

2016-07-05T09:45:40+00:00 Donnerstag, 7. Juli2016|0 Kommentare