In Bilshausen darf neu gebaut werden

//In Bilshausen darf neu gebaut werden
  • Arbeiter asphaltieren die Straße Höherbergblick im Baugebiet „Teufelsgraben“ in Bilshausen. Foto: Artmann

In Bilshausen darf neu gebaut werden

Bauplätze, Baulücken und Leerstände in der Samtgemeinde Gieboldehausen

Ab Montag, 23. Juli, darf im zweiten und dritten Abschnitt des Baugebietes „Teufelsgraben“ in Bilshausen gebaut werden. Die Erschließung ist abgeschlossen, die Straße Höherbergblick asphaltiert. Doch wie sieht die Situation in den Baugebieten der anderen Gemeinden in der Samt­gemeinde Gieboldehausen aus?

„Seit Januar wurden die beiden Abschnitte im Baugebiet erschlossen“, berichtet Bilshausens Verwaltungsvertreter Klaus-Dieter Grobecker. Dabei seien Versorgungsleitungen für Strom, Wasser, Erdgas und Glasfaser verlegt worden. „Wir hatten keine andere Möglichkeit, als ein neues Baugebiet auszuschreiben.“ Im Ort gebe es vier verfügbare Baulücken in Privatbesitz. „Es gibt aber auch enorme Anfragen bauwilliger Familien“, so Grobecker. Und so sind bereits sieben der 18 neuen Grundstücke im südlichen Bereich verkauft. Aber auch Altbauten in Bilshausen warten nicht lange auf Interessenten. Es sei wichtig, dass Bilshausen Zuwachs durch junge Familien bekomme. Zur Förderung vergebe die Gemeinde deshalb einen Eigenheimzuschuss von bis zu 5000 Euro an Käufer von Altbeständen sowie von Baugrundstücken in Neubaugebieten.

Die Erschließung eines neuen Baugebietes ist in den kommenden Jahren auch in Bodensee geplant. Zurzeit bietet die Gemeinde noch vier Bauplätze an. Leerstände sind dort nicht bekannt. Die unbebauten Bauplätze im Flecken Gieboldehausen befinden sich in Privatbesitz, der Flecken selbst hat keine Bauplätze mehr. Auch dort ist die Nachfrage an Bauplätzen höher als das Angebot. Deshalb erfolgen bereits Gespräche bezüglich der Ausweisung neuer Baugebiete. Das Baulücken- und Leerstandskataster des Fleckens ist am 28. Juni aktualisiert worden.

Die Gemeinde Krebeck hat im Gemeindeteil Krebeck Anfang des Jahres den dritten Bauabschnitt „Über dem Töpferofen“ mit 15 Bauplätzen erschlossen. Die Grundstücke dort sind sehr begehrt, aktuell stehen noch vier Bauplätze zum Verkauf, ebenso wie in den älteren Baugebieten. Die übrigen Lücken im Bereich „Über dem Töpferofen“ und „Am Zimmerplatz“ sollen nach Kenntnis der Gemeinde in naher Zukunft bebaut werden. Und im Ort gibt es nur zwei Leerstände. In Renshausen können lediglich im Bebauungsgebiet „Zum Angerbach“ noch zwei Grundstücke verkauft werden. Die Verwaltung will nach der Sommerpause mit der Samtgemeinde und dem Landkreis Göttingen die Möglichkeiten für eine Änderung des Flächennutzungsplanes besprechen, um die Ausweisung von Bauerwartungsland für beide Gemeindeteile abzustimmen.

Ihren Anteil von sechs Grundstücken im Baugebiet „Am Knickgraben“ hat die Gemeinde Obernfeld bereits vollständig veräußert. Von den ursprünglich 28 Bauplätzen seien noch zwei verfügbar, erklärt Bürgermeister Karl-Bernd Wüstefeld (CDU), ebenso wie „Am Diekweg“. „Ein neues Baugebiet haben wir derzeit nicht im Blick“, so Wüste­feld. Denn schon bei der Realisierung im Knickgraben musste die Gemeinde Flächen im Dorf aus der Bebauung rausnehmen. „Allerdings gibt es im Ort noch ausreichend Baulücken, die wir erst mal vermarkten wollen.“ Dazu gebe es noch kleine Flächen, die verkaufbar wären. „Das versuchen wir publik zu machen.“ Ihm fehlt ein Förderprogramm, das Hauseigentümer beim Abriss alter Gebäude unterstützt. „Mit solchen Zuschüssen könnte man gerade in den Dörfern etwas daraus machen.“ Zum Beispiel könnten auf alten Höfen gleich mehrere Grundstücke entstehen.

In Rhumspringe befindet sich der Bebauungsplan 16 „Südlich der Schule“ in der Aufstellung. Allerdings sind sechs der zwölf Bauplätze schon reserviert, wie Bürgermeister Franz Jacobi mitteilte. Die Gemeinde Rollshausen kann in der Ortslage Germershausen sechs Bauplätze vorweisen, wobei nicht für alle eine Verkaufsbereitschaft besteht. Darüber hinaus gibt es sechs leerstehende Objekte. Aus Rollshausen werden neun Bauplätze, zehn Baulücken und sieben leerstehende Objekte gemeldet. Die Gemeinde Rüdershausen hat 23 Bauplätze, neun Baulücken und 15 leerstehende Objekte gezählt.

Zwölf Bauplätze in Privatbesitz und einen in Gemeindebesitz gibt es in Wollbrandshausen. Die Gemeinde plant, ein weiteres Baugebiet auszuweisen. Wollershausen bietet im Baugebiet „Zur Birnreeke“ Grundstücke mitten im Grünen mit Erdgasanschluss sowie High­speed-lnternet. Da die Flächen im ersten Abschnitt nahezu vergriffen sind, wird das Baugebiet in diesem Jahr um sechs Bauplätze erweitert. Dabei können die Grundstücksgrößen noch nach Wunsch der Bauwilligen festgelegt werden. Von den neun freien Bauplätzen ist einer verkauft, die restlichen sind in Privateigentum.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 23.07.2018. Bericht Rüdiger Franke. Foto Artmann.

2018-07-23T07:26:24+00:00Donnerstag, 26. Juli 2018|