Immer weniger Gründungen

//Immer weniger Gründungen

Immer weniger Gründungen

Hauptursache: die starke Fachkräftenachfrage

Im fünften Jahr in Folge ist die Zahl der Gründungen in Niedersachsen gesunken. 2015 entstanden landesweit gut 48 000 neue Unternehmen – rund 14 000 weniger als vor zehn Jahren, beobachtet die IHK Hannover. In Südniedersachsen ist der Trend derselbe.

Was allerdings in der Gründungsstatistik auch auffällt: Gründungen durch ausländische Staatsangehörige haben in den letzten zehn Jahren landesweit um 22 Prozent zugenommen. Jede fünfte Gründung fand 2015 bereits durch Ausländer statt – ihr Bevölkerungsanteil in Niedersachsen liegt jedoch lediglich bei 8,4 Prozent; in den Landkreisen Göttingen und Northeim war es jedoch nur jede siebte Gründung, in Osterode nur jede neunte.

❱ Im Landkreis Göttingen gab es 2015 insgesamt 1217 Schließungen bei 1261 Neugründungen. 36 Prozent der Neugründungen fanden im Dienstleistungsbereich und 27 Prozent im Handel statt.

❱ Im Landkreis Osterode gab es 368 Schließungen und 329 Neugründungen. Über die Hälfte der Schließungen gab es im Baugewerbe.

❱ Im Landkreis Northeim gab es mehr Gründungen als Schließungen (615 zu 599), 2014 war das Verhältnis umgekehrt. Über die Hälfte aller Neugründungen fand im Bereich Immobilien statt.

Als Ursache für die abnehmende Gründungsintensität macht Joachim Grube von der IHK-Geschäftsstelle Göttingen vor allem die starke Nachfrage nach Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt aus, dadurch würden sich viele Menschen keine Gedanken mehr über eine Selbstständigkeit machen. Wer allerdings gründen wolle, tue das auch. Die Nachfrage nach entsprechender Beratung sei stark gewachsen. Und trotz gestiegener Anforderungen gebe es genügend Finanzierungsmöglichkeiten.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 29.10.2016. Bericht sg.

2016-10-29T07:51:20+00:00 Dienstag, 1. November 2016|