Höhere Gebühren für Kleinklärgruben

//Höhere Gebühren für Kleinklärgruben

Höhere Gebühren für Kleinklärgruben

Defizitverrechnung und gestiegene Kosten in Samtgemeinde Gieboldehausen

Grundeigentümer, die nicht ans Kanalnetz angeschlossen sind, müssen in der Samtgemeinde Gieboldehausen künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Gebühren für die dezentrale Abwasserbeseitigung steigen von 78 auf 104 Euro pro Kubikmeter.

Davon betroffen sind die Nutzer von 38 Kleinkläranlagen und abflusslosen Sammelgruben. Die Neuregelung tritt in Kraft, sobald sie im Amtsblatt des Landkreises Göttingen veröffentlicht ist. Die Verwaltung begründet die Neukalkulation  mit gestiegenen Abfuhrkosten und einer Unterdeckung aus den Vorjahren.

In den politischen Gremien der Samtgemeinde wurde die Gebührenerhöhung mit großer Mehrheit gebilligt, es gab aber auch einzelne Gegenstimmen und Enthaltungen. Es gehe um kleine Mengen, die den Preis bestimmten, sagt Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) und hofft, dass die Gebühren später wieder gesenkt werden können. In den vergangenen drei Jahren wurden im  Durchschnitt jährlich rund 51 Kubikmeter abgefahren.

Gegen die Gebührenerhöhung stimmte CDU-Ratsherr Markus Gerhardy, der als Landwirt selbst betroffen ist. Überwiegend treffe die Neukalkulation der dezentralen Abwasserentsorgung Aussiedlerhöfe. Mehr als 30 Prozent Steigerung seien angesichts der momentanen Situation der Landwirte eine unverhältnismäßige Härte. Die Sachkosten für das Abpumpen und die Abfuhr seien zwar gestiegen, rund 60 Prozent des Gebührensprungs würden aber aus der Defizitverrechnung resultieren, sagte Gerhardy.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 08.08.2016. Bericht ku.

2016-08-08T16:57:07+00:00 Mittwoch, 10. August 2016|