Historie sichtbar machen

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  • Birgitta Hundeshagen (2. v. r.) möchte in Bilshausen Anekdoten aus und über das Dorf sammeln.foto: Müller

Historie sichtbar machen

Geschichtswerkstatt Bilshausen plant zwei Projekte

Voller Tatkraft haben sich die Mitglieder der Bilshäuser Geschichtswerkstatt am Mittwochabend getroffen. Nach dem Umzug aus der Gemeindeverwaltung in einen Raum der Grundschule suchen die Hobbyhistoriker nun nach Anekdoten vom und über das Dorf Bilshausen.

Ein großer Archivschrank sei noch nicht dokumenten­echt. Schön, aber unpraktisch mit seinen Glastüren, befand Hans-Reinhard Fricke. Hinter diesen Türen liegen Geschichten, gesammelte Bilshausen-Literatur, Aufzeichnungen, Eichsfeld-Jahrbücher und Vereinschroniken. Einen Schrank weiter befindet sich das in Fotos festgehaltene ­Gedächtnis des Dorfes. Noch ein wenig unsortiert, entschuldigt sich Birgitta Hundes­hagen. Der Umzug aus den früheren Räumlichkeiten sei erst vor Kurzem vollzogen worden.

2012 hob Hundeshagen die Geschichtswerkstatt mit anderen Interessierten aus der Taufe, vor allem zur Fortführung der Bilshäuser Ortschronik bis in die Gegenwart. Wichtige Vorarbeit mit einem ersten Band lieferte Hermann Bringmann, die Fortsetzung wurde vom plötzlichen Tod Bringmanns unterbrochen. Doch inzwischen konnte auch die Zeit vom Dreißigjährigen Krieg bis in die Gegenwart von den Mitgliedern der Geschichtswerkstatt in Zusammenarbeit mit dem Historiker Fricke in einem zweiten Band veröffentlicht werden.

Nun widmen sich die Mitglieder zwei weiteren Projekten. Die erste Idee ist, einen historischen Rundgang durch das Dorf zu konzipieren, Infotafeln an Stätten und Häusern anzubringen und so Gästen und Bilshäusern die Geschichte nahezubringen: von Kirchen und Zigarrenfabrik, Mühle und Grundschulen. Für das zweite Projekt bitten die Mitglieder der Geschichtswerkstatt um die Mithilfe der Bürger: Anekdoten aus und über Bilshausen sollen zusammengetragen werden, um damit auch kommenden Generationen den „Erfahrungsschatz der Bilshäuser“, so Fricke, zu bewahren. Auch die Erfahrungen derjenigen, die aus den ehemaligen Ostgebieten kommend ab den 50er-Jahren in Bilshausen eine neue Heimat fanden.

Interessierte können mit Birgitta Hundeshagen unter ­Telefon 05528/1492 oder ­Josef Lambertz in Kontakt treten.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 02.06.2017. Bericht und Foto Gunnar Müller.

2017-06-04T20:16:13+00:00 Montag, 5. Juni2017|0 Kommentare