Viele Kinder, Eltern und Ehrenamtliche engagieren sich, um in den Kirchengemeinden Krippenspiele aufzuführen / Musikalisches Beiprogramm mit vielen bekannten Weihnachtsliedern gehört fast überall dazu

An Heiligabend werden in Göttingen und im gesamten Landkreis zahlreiche Krippenspiele – sowohl von katholischen als auch evangelischen Gemeinden – aufgeführt. Viele davon richten sich hauptsächlich an Kinder, andere auch an Jugendliche und Erwachsene. Hier ist eine Auswahl einiger Gemeinden, die am Dienstag, 24. Dezember, in den jeweiligen Kirchen ein Theaterstück aufführen werden.

■ Pfarrei St. Kosmas und Damian Bilshausen: Die Krippenspiele sind in allen vier Kirchorten in eine Christfeier für die gesamte Familie integriert. Es sind also alles Weihnachts-Wortgottesdienste. In Bilshausen wird das Krippenspiel von den Kolping-Theaterkids vorbereitet und von der Schola musikalisch begleitet. In den anderen Kirchorten wird das Krippenspiel nach eigenen Angaben von Ehrenamtlichen mit Kindern aus den Orten gespielt. In der Kirche St. Kosmas und Damian Bilshausen beginnt die Aufführung um 15 Uhr. Das Stück in der Kirche St. Peter und Paul Lindau startet um 15.30 Uhr. Die Krippenspiele in der Kirche St. Alexander und Brüder Krebeck und der Kirche Mariä Geburt Renshausen beginnen jeweils um 16 Uhr.

■ Pfarrei St. Cyriakus Duderstadt: Als Vorlage für das Krippenspiel in der Basilika dient der Text „Hoffnungslichter in der Nacht“ aus dem Buch „Biblische Krippenspiele“ von Annette Gawaz. In dem Stück spielen 17 Kinder mit. Es richtet sich an Familien mit kleineren Kindern. Die Aufführung beginnt um 15 Uhr. In das Spiel integriert werden bekannte Weihnachtslieder wie zum Beispiel „Engel haben Himmelslieder“. Die Kostüme stammen aus dem Fundus der Gemeinde, der Gemeindereferentin und von den Kinder, teilt Gertraud Fricke mit.

■ St. Mariä Breitenberg: Beim Krippenspiel handelt es sich um eine Fassung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene von Anja Gaida. 21 Kinder stellen um 16 Uhr in der Kirche die Weihnachtsgeschichte dar. Die Kostüme stammen nach Angaben von Gaida aus Vorräten der Gemeinde sowie der Familien und werden ergänzt durch Selbstgenähtes und Gebasteltes.

■ St. Johannes Baptist Westerode: 15 Kinder spielen beim Weihnachtsspiel um 15 Uhr mit. Zwei Mütter üben das Stück mit den Kindern ein. Die Lieder werden instrumental begleitet von zwei Schülerinnen und einer Auszubildenden an der Gitarre, einem Studenten am Keyboard und einer Lehrerin an der Querflöte.

■ Pfarrei St. Michael Göttingen: An Heiligabend werden zwei Stücke aufgeführt. In beiden Aufführungen spielen vier bis sechs Erwachsene und ebenso viele Kinder mit. Die Krippenspiele richten sich an alle Altersgruppen. Lieder und Texte stammen von Matthias Freise, Matthias Engelke und aus dem Gesangbuch. Jeder Mitspieler hat seine Kostüme selbst gestaltet. Die Aufführungen beginnen um 15 Uhr und 16.30 Uhr.

■ Pfarrei Maria Frieden: Der Text für das Krippenspiel um 16 Uhr ist über lange Jahre entstanden und eigens verfasst worden. 20 bis 25 Kinder, begleitet von etwa fünf Erwachsenen als Sprechtrainer und Guide, spielen in dem Stück mit. Die Kirchenband „young spirit“ begleitet die Lieder der Krippenfeier. Die Lieder sind ein Mix aus alten und neuen Weihnachtsliedern.

■ Pfarrei St. Godehard: Das Krippenspiel heißt „Ein heller Stern – Weihnachtsmusik“ und ist von Rebecca Möser verfasst worden. Es gibt dieses Jahr zum ersten Mal ein Lied „Ein heller Stern hat in der Nacht“ von Rolf Krenzer und Detlev Jöcker, das in das Stück eingearbeitet wurde, teilt Möser mit. Bei der Aufführung spielen 29 Kinder im Alter von fünf bis 18 Jahren mit. Außerdem begleitet ein Erwachsener das Stück musikalisch am Klavier.

■ Pfarrei St. Paulus: 40 Kinder führen das modifizierte Weihnachtsmusical „Die Nacht der Geschenke“ um 16 Uhr auf. Davon sind 25 als Schauspieler und 15 als Musiker im Einsatz. Die Kostüme kommen aus dem Fundus der Pfarrgemeinde. Sie werden jedes Jahr ergänzt, repariert und erneuert. Damit in einer gut gefüllten Kirche auch weiter hinten noch etwas gesehen werden kann, gibt es extra Bühnenteile.

■ St. Norbert Friedland: Das Krippenspiel gestalten neun Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren unter der Leitung von Petra Jenssen, Bettina Riese und Michelle Michel. Die Aufführung ist für Kinder ab dem Vorschulalter geeignet und beginnt um 16 Uhr. Musikalisch werden die Einlagen begleitet von Klassikern der weihnachtlichen Kirchenmusik, wie „Stille Nacht“, „Kommet ihr Hirten“ oder „Ihr Kinderlein kommet“, teilt Michelle Michel mit. Auch die Eltern der Kinder unterstützen das Stück, indem sie Requisiten zur Verfügung stellen.

■ St. Heinrich und Kunigunde: Elf Kinder und drei Erwachsene spielen beim Krippenspiel um 16 Uhr mit. Das Stück ist für Kinder zwischen fünf und zehn Jahren konzipiert. Die Lieder stammen aus dem Gotteslob und die Texte vom Deutschen Liturgischen Institut.

■ St. Peter und Paul Bernshausen: Das Stück handelt in diesem Jahr von den Krippenfiguren selbst, die von ihrer Lagerung im Karton berichten und wie es ist, nach fast einem Jahr wieder aus ihrer Verpackung befreit zu werden. Außerdem wollen die Veranstalter nach eigenen Angaben ein kleines Gerüst aufbauen, das dann als Krippe umgebaut werden soll. 17 bis 19 Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren wirken an der Aufführung mit. Außerdem können alle Besucher das Licht aus Bethlehem mit nach Hause nehmen.

■ Pfarrgemeinde St. Laurentius Gieboldehausen: In der Kirche St. Laurentius in Gieboldehausen spielen nach eigenen Angaben an Heiligabend 24 Kinder beim Krippenspiel mit. Begleitet werden sie von 20 Chorkindern. Das Stück trägt den Namen „Auf dem Heuboden“ und ist für Kinder jeden Alters geeignet. An der Aufführung in Bodensee sind 17 Kinder und vier Erwachsene beteiligt. Lieder und Text stammen aus verschiedenen Zeitschriften. Die Kostüme wurden selbst hergestellt. Beim Stück in Wollbrandshausen wirken elf Kinder und drei Erwachsene mit. Die Besucher können sich auf Lieder wie „Kommet ihr Hirten“ oder „Zu Bethlehem geboren“ freuen. Die Kostüme kommen aus privatem Inventar.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 18.12.2019. Bericht Pascal Wienecke. Foto Franke.