Glascontainer sorgen für Diskussionen

//Glascontainer sorgen für Diskussionen
  • Altglas (Symbolbild)

Glascontainer sorgen für Diskussionen

Bauausschuss des Gemeinderates spricht über Probleme im Umfeld der Entsorgungsstellen

Anlieger der Gartenstraße in Bilshausen beklagen, dass die Einwurfzeiten an den Glascontainern nicht beachtet werden. Darüber informierte Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis (CDU) am Mittwochabend im Bauausschuss des Gemeinderates und löste damit eine lebhafte Diskussion aus.

Während einer Ortsbegehung der Ratsmitglieder und im Nachhinein hätten Anlieger beklagt, dass auch sonntags und während der Mittagsruhezeiten Glas eingeworfen werde. „Es wurde festgestellt, dass diese Verfehlungen auch häufig und in erster Linie von Fremden vorgenommen werden, die mit Northeimer und Osteroder Kennzeichen dahin kommen und ihr Altglas bei uns entsorgen“, berichtete Kreis. Die auswärtigen Nutzer begründeten ihr Verhalten damit, dass sie vergessen hätten, das Glas am Abholtermin in ihrem Heimatort „rauszustellen“.

Anlieger der Gartenstraße wären sogar bereit, nach einer „Einhausung“ der Container die entsprechenden Gitter morgens und abends auf- und wieder abzuschließen. Allerdings rechneten einige auch damit, dass dann das Altglas davor abgestellt werde. Würden die Container an dieser Stelle entfernt, sei davon auszugehen, dass viele Bürger ihr Altglas „einfach so“ abstellen, meinte die Bürgermeisterin. Als Folge hätte der Bauhof dann noch mehr Arbeit.

Beschwerden am Hessenbergweg

Beschwerden gebe es auch über die Situation im Umfeld der Container, die am Hessenbergweg in der Nähe des Bilshäuser Friedhofs stehen. In diesem „abgeschotteten“ und von Anwohnern nur schwer einsehbaren Bereich werde „jeglicher Müll“ abgestellt. Über Lärm- oder Müllprobleme durch die Entsorgungsstelle am Sportplatz sei ihr nichts bekannt, erklärte die Bürgermeisterin.

„Es ist wirklich sehr, sehr anstrengend“, beschrieb Ausschussmitglied Niklas Ercan (CDU) die Situation an der Gartenstraße. Durch die vielen fremden Nutzer, die von der Hauptstraße abbögen, seien die Container immer voll. Er habe auch schon Bürger aus Katlenburg und Northeim gesehen, die dort Altglas einwerfen würden.

Thomas Wüstefeld (UWB) schlug vor, besser sicht- und lesbare Schilder an den Containern zu befestigen, die über die Einwurfzeiten informierten. „Ich wusste auch nicht, dass das dort steht“, sagte er.

Peter Schäfer (UWB) regte an, am Ortsrand etwas außerhalb von Bilshausen einen eingezäunten Recyclinghof aufzubauen, der festgelegte Öffnungszeiten habe, und in dem Glascontainer „und alles andere“ stehen könnten. Da werde niemand gestört und es sei an einer Stelle konzentriert, betonte das Ausschussmitglied.

Friedhofscontainer verdoppeln

Er glaube nicht, dass die Bürger einen neuen Standort tolerieren würden, äußerte Ausschussvorsitzender Matthias Diederich (CDU). Seine Anregung lautete, die Zahl der Container am Friedhof zu verdoppeln und am Sportplatz einen zusätzlichen aufzustellen. Die Mitglieder des Bauausschusses verständigten sich darauf, über die Standortfrage nachzudenken.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 10.11.2017. Bericht Axel Artmann.

2017-11-11T11:40:05+00:00 Montag, 13. November 2017|