Gemeinden sollen zusammenrücken

Startseite/Aktuelles/Gemeinden sollen zusammenrücken

Gemeinden sollen zusammenrücken

Wenig Resonanz bei Bürgerversammlung in Mehrzweckhalle / Ideen für ortsübergreifende Projekte bleiben gefragt

Um die Konzentration auf zukunftsfähige Gemeinschaftsprojekte geht es im Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“, in das die Samtgemeinde Gieboldehausen aufgenommen ist. Ideen sollten in einer Bürgerversammlung zusammengetragen werden. Konkrete Vorhaben wurden dabei noch nicht benannt.

„Immer mehr Last ruht auf immer weniger Schultern“, umschrieb Tanja Klein vom Planungsbüro Lange Puche, die das Treffen in der Mehrzweckhalle Rüdershausen moderierte, die Entwicklung im ländlichen Raum. Das verdeutlichte auch die Versammlung selbst. Weniger als 30 Bürger waren erschienen, überwiegend Verwaltungsvertreter und Kommunalpolitiker der Lenkungsgruppe.

Das Ergebnis des Abends glich eher einer Bestandsaufnahme nach gruppendynamischem Brainstorming als einem Blick nach vorn. Die Teilnehmer notierten auf Papiertischdecken Besonderheiten und Stärken einzelner Orte, vorhandene Gemeinsamkeiten und Kooperationen.

In der Samtgemeinde gebe es eine Vielzahl von Einrichtungen für immer weniger Menschen, sagte Klein. Die Kosten zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur würden steigen, Gemeinschaftseinrichtungen nicht mehr den Ansprüchen einer älteren und bunteren Dorfgemeinschaft entsprechen, Kirchturmdenken stehe dem Kooperationspotenzial im Weg. In dem Programm, das Projekte mit bis zu zwei Dritteln der Kosten fördert, gehe es um den Abbau von Doppelstrukturen, um Netzwerke zur Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge und Synergieeffekte. „Was brauche ich wirklich, wie kann ich das mit Nachbarorten erreichen?“, sei eine zentrale Frage für das sogenannte Integrierte Entwicklungskonzept.

Bereits auf den Weg gebracht ist der Antrag für den Bau einer Kindertagesstätte an der Grundschule Rhumspringe, die von Kindern aus Rhumspringe, Wollershausen und Rüdershausen besucht werden kann. Zumindest angedacht sind in der Lenkungsgruppe weitere Projekte, die an diesem Abend aber nicht zur Sprache kamen, um keine Richtung vorzugeben. Dazu gehören die Neugestaltung des Kurmainzer Platzes in Rüdershausen, ein Mehrgenerationenzentrum für die Orte Obernfeld, Rollshausen und Germershausen, die Umgestaltung des Kirchumfeldes in Bilshausen, eine überdachte Bühne im Gieboldehäuser Schlosspark, die Nachnutzung leerstehender Gebäude als Treffpunkte und Begegnungsstätten. Wer Ideen und Anregungen hat, kann sich beim Planungsbüro oder der Samtgemeinde-Verwaltung melden.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 10.06.2016. Bericht Kuno Mahnkopf.

2016-06-12T13:33:36+00:00 Sonntag, 12. Juni2016|0 Comments