Für den guten Zweck unterwegs

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  • Die mehr als 700 Motorradfahrer erkunden auf ihrer rund 170 Kilometer langen Tour das Eichsfeld. foto: Schneemann

Für den guten Zweck unterwegs

Mehr als 700 Motorradfahrer beteiligen sich am Eichsfelder Bikertag zugunsten krebskranker Kinder

Mehr als 700 Biker sind am Sonnabend zugunsten krebskranker Kinde durch das Eichsfeld gefahren. Organisator Klaus Hupe zeigte sich zufrieden mit der Beteiligung. Der Erlös des Eichsfelder Bikertages geht traditionell an das Elternhaus für krebskranke Kinder in Göttingen.

„Ich bin in erster Linie dabei, um den kranken Kindern zu helfen“, verweist Julius Pusch aus Sudershausen auf den guten Zweck der Zusammenkunft. Mit seiner Harley nimmt er aber auch an weiteren Ausfahrten in der Region teil. „Ich kenne mittlerweile viele Leute, die dabei sind“, erzählte er. Es sei schön in so einer großen Gruppe zu fahren. „Es ist aber auch anstrengend, denn alle haben ein unterschiedliches Tempo.

Rücksicht ist angesagt, wenn der Konvoi durch die Lande zieht. Jeder passt auf seine Nachbarn auf – ebenso wie auf seine Mitfahrer und Maskottchen. „Seit 28 Jahren ist Alf dabei“, sagte Gerhard Bolm aus Badenhausen und zeigt auf die außerirdische Stofffigur vom Planeten Melmak, die vorn vor dem Lenker seines Trikes thront.

„Wir fahren seitlich versetzt ohne große Lücken“, erklärte Hupe über Lautsprecher kurz vor dem Start. Die Polizei sperrte auch in diesem Jahr die Kreuzungen ab. „Es gibt heute keine roten Ampeln für uns“, so Hupe weiter. „Aber wirklich nur heute.“

Rund 170 Kilometer ging die Rundfahrt. „Wir bleiben heute nur im Eichsfeld“, erklärte Hupe. Zwischenstopps gab es zwei – jeweils in Duderstadt. Nach dem ersten Abschnitt in der Marktstraße, nach dem zweiten bei Ottobock zum Mittagessen. Nach Abschluss der Rundreise gab es in ­Lindau Gegrilltes und Classic Rock mit den Burns aus Göttingen.

Am Ende des Tages zog Hupe ein positives Fazit: „Es ist alles gut gelaufen. Es war eine schöne Strecke und wir hatten gutes Wetter.“ Besonders gefreut hat ihn, dass zehn Kinder aus dem Elternhaus die Tour mitfuhren und ebenso viel Spaß hatten wie die Biker. „Zwei von ihnen, Celina aus Moringen und Selam aus Eritrea, fanden bereits einen Knochenmarkspender und befinden sich auf dem Weg der Besserung“, so Hupe, der bereits darauf hinwies, dass es auch 2017 am ersten Septemberwochenende einen Eichsfelder Bikertag geben werde.

Weitere Fotos und ein Video finden Sie unter gturl.de/biker

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 05.09.2016. Bericht Rüdiger Franke. Foto Schneemann.

2016-09-05T15:44:10+00:00 Mittwoch, 7. September 2016|