Freiwilligenbörse „ gegen das Genörgel“

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Freiwilligenbörse „ gegen das Genörgel“

18 Vereine, Verbände und Institutionen informieren in Gieboldehausen über ihre ehrenamtliche Arbeit

Zahlreiche Neugierige haben am Freitagabend die dritte und vorerst letzte Freiwilligenbörse der Initiative „Hand in Hand im Ehrenamt“ aus dem von mehreren Kommunen und Kirchen gegründeten Bündnis „EichsfeldPlus“ im Pfarrheim in Gieboldehausen besucht. 18 Vereine, Verbände und Institutionen haben an Ständen und in vielen persönlichen Gesprächen über ihr ehrenamtliches Wirken informiert. Für Unterhaltung sorgten die Kindertanzgruppe des TVG Gieboldehausen und die Geschwister Greta und Ida Weber mit ihrem Violinenspiel.

Schon deutlich vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung herrschte ein reger Austausch an den Tischen.

„Natürlich haben wir die Hoffnung, dass sich heute Abend auch noch neue Ehrenamtliche finden, die sich engagieren möchten.“

Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU)

Genau dies sei bei den ersten beiden Freiwilligenbörsen im September in Ebergötzen und im Oktober in Duderstadt geschehen, wie Probst Bernd Galluschke später berichtete. Ihm gehe es auch darum, verschiedene ehrenamtliche Initiativen untereinander zu vernetzen. Und letztlich seien diese Börsen auch „Zeichen positiver Stimmung gegen das ewige Genörgel“, wie Galluschke es formulierte.

Gemeinsam mit Birgit Kepke vom Landkreis Göttingen stellte er sich in einer kleinen Gesprächsrunde den Fragen von Moderatorin Ute Andres. „Wir sind vielleicht als Landkreis manchmal ein bisschen weit weg“, bemerkte Kepke, die dort für die Koordination der Familienzentren verantwortlich zeichnet. Das Ziel sei es deshalb nun, mehr Präsenz zu zeigen und Ansprechpartner zu kommunizieren.

Andres holte im Anschluss mehrere Freiwillige aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu sogenannten „Sofagesprächen“ auf die Bühne. So berichtete Marius Nienstedt von seinen langjährigen Erfahrungen als Feuerwehrmann. „Die Kameradschaft und das Miteinander spielen bei uns eine wichtige Rolle“, betonte er.

Gabriele Lorenz erzählte von ihrer Arbeit als Hospizbegleiterin. „Ich möchte schwer kranken Menschen das Gefühl geben, dass noch ein bisschen Lebensqualität da ist“, berichtete sie aus ihrer Tätigkeit. Auf die Frage, wie sie mit den vielen persönlichen Schicksalen umgehe, antwortete Lorenz: „Wenn ich rausgehe, dann tue ich das mit dem guten Gefühl, einem kranken Menschen Zeit geschenkt zu haben.“

Aus einem ganz anderen ehrenamtlichen Segment berichtete Carsten Papke: „Es ist einfach schön, den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu können – mit eigentlich ganz wenig“, beschrieb er seine Begeisterung für das Karnevalswesen. Im Eichsfeld gebe es mehrere engagierte Karnevalsvereine, die sich gegenseitig unterstützen würden. Hierzu sei sogar eine Interessengemeinschaft gegründet worden, die eigene Büttenabende realisiere.

Elisabeth Paulus erklärte schließlich, was es mit der Nachbarschaftshilfe Gieboldehausen auf sich hat, die vor fünf Jahren ins Leben gerufen wurde. Hier können Hilfsbedürftige zum Beispiel Fahrdienste anfragen. In manchen Orten – als Beispiele nannte Paulus Rüdershausen, Bilshausen und Krebeck – funktioniere das inzwischen so gut, dass sie als Koordinatorin gar nicht mehr benötigt werde.

Eigentlich hätte die dritte Freiwilligenbörse im Familienzentrum Heilige Familie stattfinden sollen. Weil die Resonanz aber auch bei den Ausstellern schon im Vorfeld größer war als erwartet, wurde die Veranstaltung kurzfristig ins Pfarrheim verlegt.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 24.11.2018. Bericht Markus Riese.

Dienstag, 27. November 2018|