Ferienbeginn: Krisenstäbe rufen zur Nutzung der Corona-Warn-App auf
Bundesregierung bietet einfachen Zugang zu freiwilligem Angebot

Das Corona-Geschehen im Landkreis ist derzeit stabil, es gibt wenige Neuin- fektionen, die Zahl der akut infizierten Personen sinkt. Zugleich gibt es weitere Lockerungen der Beschränkungen des öffentlichen Lebens; und mit Beginn der Ferienzeit sind viele Menschen in ihrer Freizeit aktiv – außerhalb der im Alltag integrierten Maßnahmen und Verhaltensweisen zum Infektionsschutz. Deshalb rufen die Krisenstäbe von Stadt Göttingen und Landkreis dazu auf, die Corona-Warn-App zu nutzen. Die Nutzung der App des bun- deseigenen Robert-Koch-Instituts ist freiwillig und kostenfrei. Sie ist im App Store und bei Google Play erhältlich.

„Wir haben es geschafft, die Pandemie einzudämmen. Dazu haben die Beschränkungen des öffentlichen Lebens beigetragen, die Maßnahmen der Krisenstäbe und das umsichtige Verhalten der Menschen im Landkreis“, sagt Kreisrätin Marlies Dornieden, Leiterin des Stabes außergewöhnliche Ereignisse des Landkreises. „Jetzt geht es darum, diese Erfolge zu sichern und nicht leichtfertig zu verspielen. Es geht darum, weiter verantwortungsbe- wusst zu handeln. Prävention ist der beste Schutz, für jeden einzelnen und gegenüber anderen“, führt sie aus. „Das Virus ist nicht weg. Wir müssen auf absehbare Zeit mit ihm leben“, verdeutlicht Stadträtin Petra Broistedt, Leite- rin des Stabes der Stadt Göttingen. „Das heißt konkret für Bürgerinnen und Bürger: Kontakte beschränken, Abstand halten, wenn nötig eine Maske tragen und Hygienemaßnahmen beachten. Und das heißt für die Behörden: die Lage weiter beobachten und mit den bisherigen Erkenntnissen die Instru- mente zur Bekämpfung der Pandemie ausbauen.“

Die Corona-Warn-App des Bundes sei dazu ein sinnvolles und notwendiges Mittel, machen Dornieden und Broistedt deutlich. Es vereinfache die Kontaktnachverfolgung für die Gesundheitsämter und helfe dabei, Infektions- ketten schneller zu unterbrechen. Insofern appellieren beide zu Beginn der Ferien- und Urlaubszeit, sich – soweit noch nicht erfolgt – die Warn-App herunterzuladen. „Je mehr Menschen mitmachen, um so größer sei der Nutzen der Corona-Warn-App“, so Dornieden abschließend unter Verweis auf mittlerweile bereits 15,7, Millionen Nutzerinnen und Nutzer deutschlandweit.

Das Grundprinzip der App ist einfach: Über die Bluetooth-Funktion wird die digitale Begegnung zwei- er Smartphones dokumentiert. Sollten einer der Smartphone-Nutzer infiziert sein, stellt dieser – beispielsweise nach einem positiven Befund – die App mittels eines Schiebeschalters manuell auf positiv. Die App warnt nun anonym die Nutzer, mit denen in den vergangenen 14 Tagen eine längere Begegnung dokumentiert wurde. Es handelt sich nicht um eine Echtzeitwarnung; das Smartphone registriert durch die App lediglich, dass es in der Nähe eines anderen Smartphones war, auf dem ein verifiziertes positives Testergebnis hinterlegt wurde.

Bei der Entwicklung der App wurde großer Wert auf zwei Aspekte gelegt. Erstens, Datenschutz: Rückschlüsse auf Personen oder ihren Standort sind nicht möglich. Es werden lediglich für einen begrenzten Zeitraum von 14 Tagen die zufällig generierten Codes der Bluetooth-Funktion gespeichert. Zweitens, leichte Anwendbarkeit: Die Corona-Warn-App ist barrierefrei gestaltet und hat nur geringe technische Anforderungen. Sie kann auf der großen Mehrheit der Endgeräte und mit den gängigen Betriebssystemen genutzt werden.

Auf der Webseite www.bundesregierung.de findet sich ein Link zum Herunterladen der App. Hier gibt es auch Hinweise zur Installation in nur wenigen Schritten, Antworten auf die wichtigsten Fragen und Erläuterungen der Funktionsweise, auch als Erklärfilm.

 

Quelle: https://www.landkreisgoettingen.de/pics/medien/1_1594817795/2020_07_15_PM_Corona_Warn-App.pdf