Erste Frau im Feuerwehrkommando

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Erste Frau im Feuerwehrkommando

Christoph Schwarze löst Carsten Engelhardt als Ortsbrandmeister ab / Karla Müller zur Stellvertreterin gewählt

Die Freiwillige Feuerwehr Bilshausen hat eine neue Führungsspitze. Neuer Ortsbrandmeister ist Christoph Schwarze, neue Stellvertreterin Karla Müller. Die 51-Jährige wurde in der Jahreshauptversammlung einstimmig gewählt und ist die erste Frau im Feuerwehrkommando der Samtgemeinde Gieboldehausen.

Aus privaten Gründen hat Carsten Engelhardt sein Amt als Ortsbrandmeister zur Verfügung gestellt, aber nicht die Uniform an den Nagel gehängt. Engelhardt, der vor 26 Jahren über die Jugendfeuerwehr zur Feuerwehr gekommen ist, war sechs Jahre lang stellvertretender Ortsbrandmeister und zwölf Jahre lang Ortsbrandmeister in Bilshausen. Schwarze (30), der bei den Jacobi-Tonwerken beschäftigt ist, war zuvor stellvertretender Ortsbrandmeister, Müller, die Verwaltungsfachangestellte bei der Samtgemeinde ist, Schriftwartin. Neu gewählt oder bestätigt wurden außerdem Jugendfeuerwehrwart Philipp Müller, Kinderfeuerwehrwart Iraido Tomescu, Schriftwart Lukas Bringmann, Gerätewart Florian Krautwurst, Sicherheitsbeauftragter Carsten Lippenat und Atemschutzgerätewart Luis Talartschik.

Die „stattliche Zahl“ von rund 20 Atemschutzträgern hob Engelhardt in seinem Jahresbericht hervor. Die Bilshäuser Feuerwehr hat 85 Mitglieder und 60 Aktive, darunter elf Frauen. 2016 rückte die Ortsfeuerwehr zu vier Brandeinsätzen und 19 Hilfeleistungen aus – nach 15 Brandeinsätzen und 24 Hilfeleistungen im Jahr zuvor. Brandschützer aus Bilshausen nahmen wieder an Lehrgängen in Potzwenden und Celle sowie an diversen Wettkämpfen teil, Kinder- und Jugendfeuerwehr entwickeln sich gut, in der Jahreshauptversammlung wurden zahlreiche Beförderungen ausgesprochen. Für 50 Jahre in der Feuerwehr geehrt wurde Martin Bringmann, für 40 Jahre Sven Bringmann, für 25 Jahre Sascha Kolbe.

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Marius Nienstedt gab zu bedenken, dass die Zahl der aktiven Brandschützer in der Samtgemeinde unter 500 gesunken sei, sieht aber Kinder- und Jugendfeuerwehren im Aufwind. Nienstedt thematisierte die Kreisfusion ebenso wie die neue Atemschutzstrecke in Potzwenden und den aktualisierten Feuerwehrbedarfsplan als Grundlage für die kommenden Jahre. Exemplarisch für die 203 Hilfeleistungen und 53 Brandeinsätze der Feuerwehren in der Samtgemeinde in 2016 nannte er einen Scheunenbrand in Gieboldehausen und einen Wohnungsbrand mit Verletzten in Rhumspringe, als Besonderheit die in Brand gesetzte Blitzeranlage in Gieboldehausen.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 14.03.2017. Bericht Kuno Mahnkopf.

2017-03-17T07:59:07+00:00 Freitag, 17. März2017|0 Kommentare