Ein Korb für Wolf Rolf, die Krone für Berenike

//Ein Korb für Wolf Rolf, die Krone für Berenike
  • Prinz Daniel I. präsentiert seine Prinzessin Berenike I. dem Bilshäuser Publikum. Foto: Franke

Ein Korb für Wolf Rolf, die Krone für Berenike

Reden, Tanz und Gesang beim ersten Büttenabend des Bilshäuser Carneval Clubs

Das Geheimnis ist beim ersten Büttenabend des Bilshäuser Carneval Clubs gelüftet worden: Prinz Daniel I. (Zöpfgen) stellte den 177 Gästen im Saal des Gasthauses zum Löwen seine Prinzessin Berenike I. (Mann) vor. Zuvor gab er aber einem anderen Bewerber einen Korb: dem Wolf Rolf.

„Er hatte neulich die Idee: Ich werd’ Prinz beim BCC“, sang die A-cappella-Gruppe „Gut & Günstig“, „er hatte neulich die Idee – auf dem WC.“ Und ganz so einfach sei die Prinzfindung nicht gewesen, so erinnerte BCC-Präsident Bernd Friedhoff daran, dass der Verein zur geplanten Vorstellung am 11.11. noch keinen Bewerber hatte präsentieren können. Der habe sich erst eine Woche später bereit erklärt. Dabei stamme Daniel Zöpfgen aus einer royalen Karnevalsfamilie. Sein Opa habe den Verein mitbegründet und sei der erste Prinz gewesen, seine Mutter 1974 Prinzessin, und auch sein Bruder habe als Kinderprinz regiert.

Allerdings kam Daniel I. nur von der Garde begleitet auf die Bühne. Ob er nicht etwas vergessen hätte, fragte Friedhoff. Wo sei denn seine Prinzessin? Landauf, landab habe er gesucht, doch keine Bewerberin gefunden, erwiderte der Prinz: „Selbst einen Frosch konnte ich nicht zwingen, mir durch einen Kuss die passende Prinzessin zu bringen. Ich schaute hier, ich suchte da, ich war langsam der Verzweiflung nah. In der Hoffnung, irgendwo erklingt ein zarter Ton …“ „Wie lange suchst Du mich denn schon?“, tönte es aus dem Zuschauerraum – alles andere als zart. Mit seiner Frage hatte Wolf Rolf, der optisch eher einem Löwen glich, die Lacher auf seiner Seite. „Lass mich doch Deine Prinzessin sein“, bot er an. Doch daraus wurde nichts, denn Daniel konnte dann doch seine Berenike präsentieren.

Für Lacher sorgte auch der Nachwuchs der Theater AG – mit Sketchen in der Apotheke und im Restaurant. Im ersten suchte ein Kunde nach einem Mittel gegen sein „pfüüüüüüüüüt“, dass sich zum Glück noch nicht in ein „pfeiiiiiiiif boing pröööööööt“ oder im schlimmsten Fall sogar zu einem „ratatatatatatata“ entwickelt hatte. Ganz klar: Es ging um Verdauungsprobleme. Im zweiten Sketch wunderte sich der Restaurantkunde über ein Tier in seiner Suppe. Allerdings war es nicht die berühmte Fliege, sondern ein Meerschweinchen.

Auch Shorty, alias Niko Engelhardt, wusste das Publikum nach seiner Rückkehr nach einen Jahr Pause zu unterhalten – mit interessanten Geschichten rund um die Politik und das Dorfgeschehen, doch „Namen werden nicht genannt, die sind im Dorf auch so bekannt“. Die Politiker hatte auch das Kinderprinzenpaar Jonas Woop und Maira Schenk im Visier: „Wir werden richtig regieren, es wäre doch gelacht. Wir werden den Politikern zeigen, wie man es macht.“ Und eine musste auf der Bühne den Schlüssel abgeben: Bilshausens Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis.

Das Programm, dessen Finale erst mitten in der Nacht erfolgte, hatte viel zu bieten: Freunde des Kinderprinzen zeigten als Gucci Gang Akrobatik auf dem Trampolin, Gut & Günstig trafen musikalisch ebenso wie „Mausi + Ohse“ (Thorsten Dlugos und BCC-Vorsitzender Karsten Ochsenpfad) die richtigen Töne. Märchenhaft komisch wurde es mit den Märchenmachern, und Anja Breit zog das Publikum als Dolores ebenfalls sofort auf ihre Seite. Und für tänzerische Höhepunkte sorgten die Garden und das Männerballett.

Weiter geht es beim BCC mit 222 Gästen am zweiten Büttenabend am 10. Februar ab 20 Uhr und dem Kindernachmittag am 11. Februar ab 14 Uhr im Gasthaus zum Löwen sowie dem Rathausempfang am Rosenmontag.

 

Bilder und Videos finden sie unter gturl.de/Büttenabend .

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 05.02.2018. Bericht und Foto Rüdiger Franke.

2018-02-05T22:41:32+00:00 Donnerstag, 8. Februar 2018|