Dornieden bewirbt sich als Dezernentin

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Dornieden bewirbt sich als Dezernentin

Bei Wechsel der Verwaltungschefin zum Landkreis ist Bürgermeister-Neuwahl in Samtgemeinde Gieboldehausen fällig

Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) hat sich für den neuen Dezernentenposten beworben, den der Landkreis Göttingen ausgeschrieben hat. Sollte ihre Bewerbung von Erfolg gekrönt sein, müsste für die Samtgemeinde Gieboldehausen ein neuer hauptamtlicher Bürgermeister gewählt werden.

Für die der Kreisfusion geschuldete dritte Dezernentenstelle mit den Aufgabenbereichen Finanzen, Sicherheit und Ordnung seien neun Bewerbungen eingegangen, sagt Kreissprecher Ulrich Lottmann. Von Insidern als Favoritin gehandelt wird Dornieden: Sie gilt als versierte Finanzexpertin, die CDU als zweitstärkste Kraft im Kreistag hat ein Mitspracherecht für den Dezernentenposten, und es wurden ausdrücklich Frauen gebeten, sich zu bewerben.

Dornieden hat bis zum letzten Tag der Bewerbungsfrist gezaudert: „Die Bewerbung war die schwerste berufliche Entscheidung, die ich bislang zu treffen hatte.“ Sie arbeite gerne in Gieboldehausen, betont Dornieden: „Das war keine Entscheidung gegen die Samtgemeinde.“ Mit einem guten und leistungsfähigen Team seien dort in den vergangenen fünf Jahren viele Probleme abgearbeitet und Projekte angestoßen worden, die sie gerne weiter begleiten würde, sagt die Eichsfelderin, die in Diemarden wohnt. Andererseits sei sie 20 Jahre im Finanzbereich tätig gewesen und betrachte das Stellenangebot vor der Haustür als Herausforderung, den Landkreis nach der Fusion mitzugestalten.

Der für acht Jahre Amtszeit ausgeschriebene Dezernentenposten soll im Landkreis-Stellenplan 2017 ausgewiesen werden. Mit einer Entscheidung, wer die Stelle bekommt, rechnet Lottmann im Dezember. Am 25. November würden die Bewerber Vorstellungsgespräche mit Landrat Bernhard Reuter (SPD) führen, ausgewählte Bewerber dann am 6. Dezember im Kreisausschuss vorgestellt.

Falls die Wahl auf sie fällt, will Dornieden ihr Amt als Samtgemeinde-Bürgermeisterin abgeben. „Das Band würde aber nicht zerschnitten“, sagt die 49-Jährige, die seit November 2011 als Nachfolgerin von Reinhard Grobecker (CDU) die Geschicke der Samtgemeinde lenkt und auch bei ihrer Rückkehr zum Landkreis „Brückenbauerin“ bleiben will.

Sollte Dornieden zum Landkreis wechseln, steht den Wahlberechtigten der Samtgemeinde 2017 eine neue Bürgermeister-Direktwahl ins Haus. Bis dahin würde Georg Moneke als ihr allgemeiner Vertreter die Verwaltung leiten, politische Stellvertreter sind Maria Bock (CDU) und Rainer Lentes (SPD). Für denkbar hält Dornieden eine Zusammenlegung der Bürgermeister- mit der Bundestagswahl.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 23.11.2016. Bericht Kuno Mahnkopf.

2016-11-24T19:17:55+00:00 Samstag, 26. November2016|0 Kommentare