Die Suche nach Gott

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Die Suche nach Gott

Eichsfelder Himmelfahrtsandacht in Bilshausen

Trotz der gewaltigen Feierlichkeiten beim Kirchentag in mehreren ostdeutschen Städten haben sich am Donnerstag Protestanten aus dem Eichsfeld zur Himmelfahrtsandacht in Bilshausen getroffen. Nach der Andacht stand auch dort das Beisammensein im Vordergrund.

„Nicht, dass der Wind noch meine Stimme verweht“, hatte Pastor Harald Möhle zu Beginn noch befürchtet: Trotz gelegentlich vorbeiziehender Vatertagsprozessionen hatte er den Gottesdienst ins Freie verlegt – dort beteten rund 60 Protestanten aus dem Untereichsfeld, teilweise begleitet von einer kleinen mobilen Orgel.

In seiner Predigt zum Himmelfahrtsfeiertag thematisierte Möhle die Rolle von Kirchen als Gotteshäuser: Entlang der Geschichte von Salomons Tempelbau in Jerusalem aus dem 1. Buch der Könige im Alten Testament beschrieb er die Schwierigkeit, einen festen Ort für Gott zu schaffen. Denn „aller Himmel Himmel können Gott nicht fassen – und dann soll er in einem Haus Platz finden?“

Möhles Botschaft dazu war eindeutig: „Gott ist nicht für uns verfügbar. Gott ist nicht zu finden. Gott ist zu suchen – das ist das Wesen des Glaubens“. Denn gefunden werden könne Gott nur in Jesus – und der sei bekanntlich in den Himmel gefahren, erinnerte er an den Anlass der Andacht.

Nach Etappen in Duderstadt und Wollbrandshausen war es die dritte gemeinsame Eichsfelder Himmelfahrtsandacht. Pastor Möhle war angesichts der Besucherzahl durchaus überrascht – „immerhin sind das für einige weite Wege“ sagte er angesichts der Besucher aus dem ganzen Untereichsfeld. Für diese war der Feiertag nach der Andacht noch nicht beendet: In Windeseile wurden die Bänke umgestellt und in der mittlerweile scheinenden Sonne gemeinsam gegrillt.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 26.05.2017. Bericht .

2017-05-27T12:43:02+00:00 Montag, 29. Mai2017|0 Kommentare