Den eigenen Weg finden

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  • Britta Engelhardt hat mit Supervisions-Spezialisierung am Innovationspreis teilgenommen. foto: Wenzel

Den eigenen Weg finden

Supervision: Britta Engelhardt berät Einzelpersonen, Teams und ganze Organisationen

Supervisorin Britta Engelhardt hat sich auf die Arbeit mit Mitarbeitern und Führungskräften von Eingliederungshilfe-Einrichtungen, ambulanten Einrichtungen und Beratungsstellen spezialisiert – und sich damit beim Innovationspreis beworben.

Vor zweieinhalb Jahren hat sich die gelernte Erzieherin und studierte Diplompädagogin Engelhardt selbstständig gemacht. „Ich berate Einzelpersonen, Teams und ganze Organisationen“, so die 41-jährige ehemalige Führungskraft der Göttinger Werkstätten. Und zwar ohne konkrete Vorschläge oder gar Vorgaben zu machen, wie sie betont. Stattdessen sei es ihr Ansatz, Anstöße zu geben, die ihren Gesprächspartnern ermöglichen sollen, ihren eigenen Weg zu finden. Da war zum Beispiel der Meister, der den Betrieb seiner Eltern übernommen hatte. Handwerker mit Leib und Seele, fachlich exzellent, aber eher ein stiller und zurückhaltender Charakter, sollte er auf einmal ein Team von 24 Mitarbeitern führen. Engelhardt unterstützte ihn dabei, die auf seine Persönlichkeit zugeschnittenen Motivations- und Kommunikationsmethoden zu entwickeln.

So wie der Handwerksmeister sind viele Kunden der geborenen Bilshäuserin angehende oder unerfahrene Führungskräfte, die ihren Stil noch finden müssen. Soll ich direktiv oder kooperativ führen, wie möchte ich auf meine Untergebenen wirken, wie gehe ich mit wenig positiven Rückmeldungen um – das seien nur einige der Fragen, die sich Neulinge immer wieder stellten. Die sich aber auch erfahrene Vorgesetzte häufig stellen sollten, wie Engelhardt findet. Ihr Eindruck: „Leitung und Management sind nicht selten überfordert, ihre Kompetenz zur Selbstreflexion häufig stark ausbaufähig.“

Engelhardt – die ihre Ausbildung zur Supervisorin im „Praxis-Institut für systemische Beratung“ in Hannover absolvierte – arbeitet aber nicht nur mit Einzelpersonen, sondern auch mit Teams. Gebe es beispielsweise innerhalb einer Abteilung Probleme, würde sie dieser einen Besuch abstatten, für sich eine Analyse erstellen, anschließend Sitzungen abhalten. Die einzelnen Mitarbeiter „sensibel für die Bedürfnisse der jeweils anderen zu machen“, wäre dann eines ihrer Ziele.

Bei der Arbeit mit Teams sei sie auf Kooperation angewiesen: „Würde ich merken, dass ich nur auf Wunsch des Chefs dort bin und die Angestellten meine Anwesenheit nicht wollen, würde ich den Auftrag sofort abbrechen.“

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 25.08.2016. Bericht HR. Foto Wenzel.

2016-08-26T23:51:38+00:00 Samstag, 27. August2016|0 Kommentare