Seniorennachmittag in Bilshausen mit der Egerländer-Besetzung des Polizeiorchesters Hannover

Zum 27. Mal sind Musiker des Polizeiorchesters Niedersachsen in Bilshausen aufgetreten. Gesammelt wurde für die Messdiener des Ortes. Polizeioberkommissar Dierk Falkenhagen warnte in der Pause vor Dieben und Betrügern in der Vorweihnachtszeit.

„Wir spielen Egerländer Musik sowohl von Ernst Mosch als auch von den jungen Egerländern“, sagte Polizeioberkommissar Mike Meyer, Leiter der Egerländer-Besetzung des Polizeiorchester Niedersachsens. Das Orchester wurde 1909 als Orchester der königlichen Schutzmannschaft Hannover gegründet. Heute umfasst es rund 40 Musiker aus mehr als zwölf Nationen. Mit 14 Musikern war Meyer angereist, um die Zuhörer mit Hits und Gassenhauern des vergangenen Jahrhunderts zu erfreuen.

Los ging es mit dem Marsch „Anker gelichtet“. Außer Märschen spielten die Musiker Filmmusik zum Beispiel aus „Scampolo“ mit Romy Schneider. Polka, Walzer und auch Ballhausmusik sowie verschiedene Medleys rundeten das Repertoire ab.

Prävention in der Pause

Die Pause nutzte der Präventionsbeamte, um die Senioren über Diebe und Betrüger aufzuklären. „Besonders in der Vorweihnachtszeit laufen Leute umher und sammeln Taschen“, warnte Falkenhagen, Präventionsbeauftragter des Polizeikommissariats Duderstadt. Frauen würden ihre Taschen bei Veranstaltungen häufig über die Stuhllehne hängen. Dort sei es ein leichtes für die Täter, diese zu entwenden. Zum Beweis präsentierte er eine Tasche, die er im Vorübergehen unbemerkt von ihrer Besitzerin mitgenommen hatte. Ebenso unsicher sei es, beim Einkauf, die Tasche in den Einkaufswagen zu legen. Auch der Innenraum des Autos sei ungeeignet zum Aufbewahren von Taschen. Innerhalb von maximal 15 Sekunden öffnen Täter das Auto. „Wenn Sie die Alarmanlage hören, sehen Sie den Täter mit seiner Beute höchstens noch weglaufen. Verstauen sie Ihre Tasche am besten nicht sichtbar im Kofferraum“, erklärte Falkenhagen.

Aber auch Herren machen Fehler, zum Beispiel wenn sie ihre Wertsachen in der hinteren Hosentasche tragen, was auch bei Jugendlichen und ihren Smartphones zu beobachten sei. „Man wird kurz angerempelt und dabei wird die Beute herausgezogen“, so Falkenhaben. „Das merkt man nicht.“ Deshalb sollten wichtige Dinge wie Geldbörse oder Papiere immer in den vorderen Taschen oder Innentaschen mitgeführt werden.

Trickbetrüger am Telefon

Falkenhagen warnte darüber hinaus vor Trickbetrügern am Telefon. „Man kann nicht oft genug darüber sprechen.“ Es habe ihn sehr gefreut, dass es in diesem Jahr sehr viele Rückmeldungen gab von Fällen, bei denen die Angerufenen nicht darauf reingefallen sind. „Am besten ist es, Testfragen zu stellen oder wenn man unsicher ist, aufzulegen“, sagte der Polizeibeamte. Die Täter würden sehr clever vorgehen und die Angerufenen unter Druck setzen. „Sie nutzen zum Beispiel auch die Namen von echten Kollegen.“ Diese würden aber niemals darum bitten, Wertsachen in Plastiktüten an der Haustür abzulegen oder um eine Übergabe bitten.“ Dabei würden auch Nummern der Polizei im Display des Telefons angezeigt. „Sagen Sie: Ich kann Sie schlecht verstehen. Ich rufe gleich zurück. Und dann legen Sie auf und rufen die echte Polizei an.“

Organisiert wird der Nachmittag von den Seniorenbeauftragten Wolfgang Engelhardt und Reinhard Fahlbusch sowie Mitgliedern des Pfarrgemeinderates. Dazu gebe es weitere Helfer, so Engelhardt. „Wir sind mittlerweile ein eingespieltes Team.“ Die Musiker spielen ohne Gage. „Wir sammeln jedes Jahr für die Jugend des Ortes.“ Im vergangenen Jahr sei das Geld an die Jugendfeuerwehr gegangen, in diesem Jahr sei es für die Messdiener bestimmt.

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 06.11.2019. Bericht und Foto Franke.