Beschluss im Bauausschuss: Planungsauftrag für das Projekt soll vergeben werden

Ein Planungsbüro soll die Detailplanung für die Umgestaltung des Kirchumfelds in Bilshausen erarbeiten und die voraussichtlichen Kosten ermitteln. Das hat der Bauausschuss der Gemeinde Bilshausen beschlossen.

Die Vorstellungen, wie das Kirchumfeld in Bilshausen künftig aussehen soll, sind in den vergangenen zwei Jahren in einem Arbeitskreis erarbeitet worden. Jetzt geht es darum, die Ausschreibungen vorzubereiten. Ein Landschaftsplaner soll dafür den Auftrag erhalten.

Es handelt sich um ein Projekt im Rahmen des „Integrierten Entwicklungskonzepts“ (IEK), für das die Gemeinde Bilshausen auf Zwei-Drittel-Förderung aus Bundesmitteln hofft. Ziel ist es, im Umfeld der Kirche einen Bereich zu schaffen, der Jung und Alt ansprechen und Nutzungsmöglichkeiten bieten soll. Ein Arbeitskreis habe die Konzeption erarbeitet, erläutert der stellvertretende Bürgermeister Matthias Diedrich (CDU). Nun geht es darum, das Projekt durch ein Fachbüro erstellen zu lassen. Nach Aussage von Gemeinderirektor und Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold soll der Planer nicht nur prüfen, ob die bisherigen Kostenschätzung passt, sondern auch, ob eventuell aus planerischer Sicht nachgebessert werden muss.

Nächster Schritt sei dann die Ausschreibung der Arbeiten. Ziel sei es, erläutert Diederich, im nächsten Jahr mit der Umsetzung zu beginnen. Die Mittel für ihren Eigenanteil habe die Gemeinde im Haushalt 2020 eingestellt. „Wir hoffen, dass es im Frühjahr losgehen kann“, so Thomas Wüstefel, Ausschussmitglied der Unabhängigen Wähler Bilshausen (UWB).

Die Mitglieder des Bauausschusses hoffen nun, dass sowohl Planungbüros als auch später dann Fachfirmen zu finden sein werden. Parallel würden noch Vertragsgespräche mit der Kirchengemeinde geführt, damit die Gemeinde das Gelände überhaupt nutzen dürfe.

Das derzeitige Gelände werde hauptsächlich für das Pfarrfest genutzt. Nach der Umgestaltung soll hier ein Dorfmittelpunkt entstehen, der für alle Generationen ansprechend sein soll. Die defekte Brunnenanlage aus den 70er-Jahren soll einem Wasserspiel mit Spielelementen weichen, über ein Pumpensystem soll Wasser nur fließen, wenn es auch benötigt wird. Weiterhin soll es unter anderem mehrere kleinere Spielgeräte für Kinder und Trainingsgeräte für Senioren, ein kleines Amphitheater aus Sandstein, eine Kräuterspirale und auch eine Boulebahn geben.

Das vom Arbeitskreis erarbeitete Konzept sieht außerdem eine neue Wegeführung und Neubepflanzungen vor. Der Rat der Gemeinde hatte dem Konzept im Juli zugestimmt. Erste Kostenschätzungen gehen von einer Gesamtinvestition in Höhe von rund 700 000 Euro aus, gefördert werden könnten aus dem IEK-Topf zwei Drittel.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 03.09.2019. Bericht Britta Eichner-Ramm. Foto be.