Baustart für Feuerwehr-Neubau

//Baustart für Feuerwehr-Neubau
  • Entwurf der Außenansicht für das neue Quartier der Bilshäuser Feuerwehr mit Fahrzeughalle und Verbindungstrakt zum Schulgebäude.

Baustart für Feuerwehr-Neubau

Symbolischer Spatenstich für Fahrzeughalle an Bilshäuser Grundschule / Kosten auf 770 000 Euro gestiegen

Etwas länger als die Rhumspringer Kameraden mussten sich die Brandschützer in Bilshausen gedulden. Jetzt bekommen aber auch sie ein neues Quartier. Am Freitag, 7. Juli, um 12 Uhr fällt mit einem symbolischen Spatenstich der Startschuss für den Feuerwehr-Anbau an der Grundschule.

Der Neubau für die Stützpunkt-Feuerwehr ersetzt Fahrzeughalle und Gruppenraum im Gebäudekomplex der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde Bilshausen hat den Mietvertrag mit der für den Brandschutz zuständigen Samtgemeinde Gieboldehausen wegen Eigenbedarfs gekündigt. Die Räume sollen künftig vom Bauhof, der Geschichtswerkstatt und für die Jugendarbeit genutzt werden. Als Übergangslösung sollen zwei Container an der Sporthalle als Jugendraum dienen, sagt Bilshausens Verwaltungsvertreter Klaus-Dieter Grobecker. Anschließend sollen dort Sportgeräte untergestellt werden.

Die Kosten für den nicht unumstrittenen Feuerwehr-Anbau an der Bilshäuser Grundschule sind weiter gestiegen. Bauherr ist die Samtgemeinde, die dann über ein eigenes Quartier für die Stützpunkt-Feuerwehr verfügt. Das Projekt war unter Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) initiiert worden und wird jetzt unter ihrem Nachfolger Steffen Ahrenhold (CDU) umgesetzt. Im Etat seien 740 000 Euro eingeplant, sagt Ahrenhold. Nach Ausschreibung der Gewerke würden sich die Kosten jetzt auf rund 770 000 Euro belaufen. Das könne aber kompensiert werden. In der ersten Ausschreibungsrunde habe man keine Firma für die Maurerarbeiten gefunden, auf Anweisung des Rechnungsprüfungsamtes auf zweit- und drittplatzierte Bieter zurückgreifen müssen. Als Grund nennt Ahrenhold Formfehler wie Änderungen des Leistungsverzeichnisses und fehlende Fabrikatsangaben von Firmen, die sich an der Ausschreibung beteiligt haben.

Bedenken gegen das Bauprojekt hatte es wegen der Vereinbarkeit von Schul- und Feuerwehrbetrieb gegeben. Die gelten inzwischen aber als ausgeräumt. Aus Reihen der Feuerwehr war das Fehlen eines ebenerdigen Umkleideraumes bemängelt worden, den die Samtgemeinde aus Kostengründen abgelehnt hat. Hauptkritikpunkt waren die Stufen zu den Umkleideräumen im Schulgebäude. In der ehemaligen Grund- und Hauptschule, die über viel Platz verfügt, sollen auch Sozial-, Funktions- und Abstellräume angesiedelt werden. Die neue Fahrzeughalle ist als Funktionsbau mit Ziegel-Pultdach, Fensterbändern und sichtbarer Technik geplant und wird durch eine Garage für einen Anhänger ergänzt. Die Räume für die Feuerwehr in der energetisch sanierten Schule verteilen sich über Keller, Erd- und Obergeschoss, für die Neuordnung sollen Leichtbauwände eingezogen werden. Auch für die Jugendfeuerwehr ist ein eigener Raum vorgesehen.

Die Stützpunkt-Feuerwehr mit rund 60 aktiven Brandschützern, darunter 20 Atemschutzträger, verfügt über ein Tanklöschfahrzeug mit 4000-Liter-Tank und ein Löschgruppenfahrzeug. Als Ortsbrandmeister löst zum 1. Oktober Christoph Schwarze seinen Vorgänger Carsten Engelhardt ab, Stellvertreterin Karla Müller ist die erste Frau im Feuerwehrkommando der Samtgemeinde.

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 06.07.2017. Bericht und Foto Kuno Mahnkopf.

2017-07-06T08:34:44+00:00 Sonntag, 9. Juli2017|0 Kommentare