Auftragsvergabe für Feuerwehr-Neubau an Grundschule

//Auftragsvergabe für Feuerwehr-Neubau an Grundschule
  • Entwurf der Außenansicht für das neue Quartier der Bilshäuser Feuerwehr mit Fahrzeughalle und Verbindungstrakt zum Schulgebäude.

Auftragsvergabe für Feuerwehr-Neubau an Grundschule

Bauausschuss gibt einstimmige Empfehlung trotz erneuter Standort-Zweifel und hoher Kosten

Grünes Licht für die Vergabe der Arbeiten für ein neues Quartier der Stützpunktfeuerwehr Bilshausen hat der Bauausschuss der Samtgemeinde gegeben. Aus der halben Million Euro, mit der der Neubau ursprünglich kalkuliert war, wird voraussichtlich fast eine Dreiviertelmillion.

Die günstigsten Angebote, die für die Gewerke abgegeben wurden, summieren sich auf rund 585 000 Euro. Darin noch nicht enthalten sind die von Thomas Ehbrecht (CDU) auf rund 140 000 Euro geschätzten Maurerarbeiten, für die noch einmal eine beschränkte Ausschreibung nötig war. Bauamtsleiterin Christina Kutzborski merkte an, dass in der Summe auch Beträge enthalten seien, die den Schulbereich betreffen.

„Uns geht das zu schnell“, sagte Reiner Deeg (Grüne). Sowohl die Schule als auch die Feuerwehr seien nicht glücklich über den Standort. Mit Blick auf die Entwicklung an der Grundschule Krebeck-Bodensee müsse über Erweiterungsmöglichkeiten der Bilshäuser Schule, zudem über einen zentralen Feuerwehrstützpunkt nachgedacht werden. Der neue Samtgemeinde-Bürgermeister solle noch einmal Gespräche über eine Alternativlösung führen. Frank Dittrich (CDU) hinterfragte, ob die Kündigung der Gemeinde Bilshausen wegen Eigenbedarfs noch zum Tragen komme oder doch ein Anbau an das alte Feuerwehrquartier möglich sei. An der Situation habe sich nichts geändert, die Entscheidung sei gefallen, die Ausschreibung erfolgt und bereits erhebliche Kosten angefallen, hielt Bürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) den Zweiflern entgegen: „Die Feuerwehr will mehrheitlich nur, dass es vorangeht, der Raum in der Schule reicht auch für die Aufnahme weiterer Schüler.“ Gemeindebrandmeister Claus Bode zeigte sich „erschrocken, dass der Ratsbeschluss nach langwieriger und kontroverser Diskussion wieder in Frage gestellt wird“. Wegen der Bauplanung gebe es zwar auch in der Feuerwehr Bedenken, letztlich aber ein Votum für den neuen Standort. „Die Ausschreibung ist an Fristen gebunden, wir sollten eine Empfehlung für die Vergabe geben“, sagte Markus Gerhardy (CDU). „Wir müssen vorwärtskommen“, meinte auch Ehbrecht: „Wenn wir noch länger warten, laufen uns die Kosten davon.“

 

Entnommen aus dem Eichsfelder Tageblatt vom 23.05.2017. Bericht Kuno Mahnkopf.

2017-05-24T15:50:54+00:00 Freitag, 26. Mai 2017|